Am Samstag, 15. Januar 2011 steht zum Abschluss des 12. Kissinger Winterzaubers die estnische Dirigentin Anu Tali am Pult der Bochumer Symphoniker.Solist des Abends ist Kirill Troussov, der als eines der stärksten Violintalente seiner Generation gefeiert wird und Schostakowitschs zweites Violinkonzert spielt.
Beginn ist um 19:30 Uhr im Max-Littmann-Saal. Um 18:30 Uhr gibt Jutta Dieing, künstlerische Leiterin des Kissinger Winterzaubers im Rossini-Saal eine Werkeinführung.
Höhepunkt beim diesjährigen Abschlusskonzert ist die Aufführung des Konzertes für Violine und Orchester Nr. 2 cis-Moll von Dmitri Schostakowitsch. Dabei wird nicht nur irgendeine Stradivari zu hören sein, sondern die „Brodsky“, benannt nach jenem Adolph Brodsky, der 1881 Tschaikowskys Violinkonzert aus der Taufe hob.
Und 130 Jahre später verströmt sie nun ihren Wohlklang im Max-Littmann-Saal in Bad Kissingen. Es ist Kirill Troussov, der dem Instrument seinen noblen Ton entlockt. Der junge Russe machte im letzten Jahr Furore, als er für Gidon Kremer in Paris einsprang und sowohl Publikum als auch Presse gleichermaßen begeisterte.
In Estland geboren, begann Anu Tali ihre musikalische Ausbildung als Pianistin, absolvierte 1991 die Musikhochschule Tallinn und führte ihr Dirigierstudium an der Estnischen Musikakademie weiter.
Sie hat nicht gewartet, bis ihr jemand die Leitung eines Orchesters anbot, sondern gründete selbst eines, gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Kadri. 1997, da waren sie gerade 25 Jahre alt, entstand das Nordic Symphony Orchestra in ihrer Heimatstadt Tallinn.
An diesem Abend steht Anu Tali am Pult der Bochumer Symphoniker und dirigiert Auszüge aus der „Romeo und Julia Orchester-Suite“ von Prokofiew und die Ouvertüre aus „Halka“ von Stanisław Moniuszko. Dieser ist hierzulande so gut wie unbekannt. Ganz anders in seiner Heimat Polen.
Dort ist er eine Berühmtheit der Musikgeschichte, gilt er doch als Begründer einer nationalen polnischen Oper. Und das war in Zeiten, als Polen unter der Fremdherrschaft Russlands, Preußens und Österreichs stand, ein politischer Akt.
Moniuszkos musikalische Sprache ist geprägt von reicher melodischer Erfindung, geschmeidigen Modulationen und harmonischer Natürlichkeit.
Eintrittskarten sind erhältlich in der Kur- und Tourist-Information, im Alten Rathaus, in der Tourist-Information im Arkadenbau und unter Telefon 0971 8048-444 oder per E-Mail: kissingen-ticket@badkissingen.de.
Eintrittskarten für alle Konzerte des Kissinger Winterzaubers sind auch bundesweit an allen Vorverkaufsstellen mit Ticket-Online-System erhältlich und direkt unter www.ticketonline.com.
Abschlusskonzert
Spätwerk mit Licht und Schatten
Samstag, 15. Januar 2011
19:30 Uhr Max-Littmann-Saal
Kirill Troussov,Violine
Bochumer Symphoniker
Anu Tali, Leitung
Werkeinführung: Jutta Dieing M.A.
18:30 Uhr Rossini-Saal
Programm
Stanisław Moniuszko, Ouvertüre aus dem lyrischen Drama „Halka“
Dmitri Schostakowitsch, Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 cis-Moll op. 129
Sergej Prokofiew, Romeo und Julia Orchester-Suite op. 64 Nr. 1 und Nr. 2
Bildunterzeile: Kirill Troussov spielt das Abschlusskonzerts des 12. Kissinger Winterzaubers.
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