Am Samstag, 12. März 2011 ist Dieter Hallervorden mit seinem autobiografischen Kabarettprogramm „Stationen eines Komödianten“ im Bad Kissinger Kurtheater zu erleben. Seit 50 Jahren steht der beliebte Komiker, Schauspieler und Sänger auf den „so genannten Brettern, die die Welt bedeuten“ - eine lange Zeit, in der sich vieles angesammelt hat, was nahezu jeder kennt: unterschiedliche Figuren, charakteristisch entgleiste Gesichtszüge, eine schier unübersehbare Menge an sprachlichem Irrwitz und geflügelten Worten. Das Jubiläumsprogramm ist eine Blütenlese dieser komödiantischen Highlights, die durch zahlreiche Novitäten ergänzt wird.
„50 Jahre auf der Bühne - damit hab’ ich schon mal zehn Jahre länger durchgehalten als die DDR“, sagt der gebürtige Dessauer, der 1958, der eingeschränkten Meinungsfreiheit wegen, sein Romanistik-Studium an der Humboldt-Universität aufgab und von Ostberlin nach Berlin (West) wechselte. Auch hier nahm er kein Blatt vor den Mund, und das war gut so: Hallervorden hat sich mit seinem losen Mundwerk ein breites Publikum erobert, das ihn schätzt und liebt.
Nicht, dass dem Mann, der die subtile Pointe ebenso beherrscht, wie die groteske Blödelei, alles in den Schoß gefallen wäre - schon die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule scheiterte. Doch was gut ist, setzt sich durch. Der Gründung der eigenen Kabarettbühne „Die Wühlmäuse“ folgten Film- und Fernsehauftritte, und der endgültige Durchbruch als Satiriker und Komiker gelang Hallervorden mit der Slapstick-Reihe „Nonstop Nonsens“, die der Süddeutsche Rundfunk ab 1975 ausstrahlte.
Aus ihr stammen auch viele Sketche, die im Jubiläumsprogramm zu sehen sind: die Katastrophen schonsam-naiv umschreibende Meldung vom Tod der „Kuh Elsa“ etwa oder der legendär gewordene Klingelton „Palim-Palim“. Doch es gab ja noch viel anderes in 50 Jahren: Schallplattenhits, die „Didi-Show“ oder das „Spott-Light“...
Der Abend verspricht also nicht nur ein vergnügliches Wiedersehen mit dem populären Entertainer und Kabarettisten, sondern auch mit vielen Typen, die er erfunden hat und verkörpert. Aber man darf sicher sein: Es wird nicht einfach Gutes vom Vortag aufgewärmt. Hallervorden wäre nicht Hallervorden, wenn die Mischung aus Anekdoten und Gesang, schwarzem Humor, politischer Satire und grellem Witz nicht irgendwie runderneuert wäre. Zur Seite steht dem Meister übrigens als Sketchpartner Harald Effenberg.
Also: Licht aus - Spott an! Am 12. März 2011 um 19.30 Uhr im Kurtheater.
Kontakt
Lisa Dittmar
Kultur- und Veranstaltungsabteilung
Fon 0971 8048-271
Fax 0971 8048-279
presse.kultur@badkissingen.de

