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Bernd Pfarr verstarb 2004 in Köln

„Station 13“ – Ausstellung mit Werken von Bernd Pfarr in der Uniklinik Köln

Ab dem 13. Januar 2010 wird im Universitätsklinikum der Stadt Köln eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Bernd Pfarr gezeigt. Mit 64 Exponaten werden neben Leinwanddrucken seiner Gemälde auch Originale aus dem „Sondermann“-Zyklus des Frankfurter Künstlers in der Klinik präsentiert, deren Patient er lange war. Bernd Pfarr verstarb 2004 in Köln.

Als einer der wichtigsten Cartoonisten und Maler im direkten Umfeld der Neuen Frankfurter Schule hatte Bernd Pfarr wesentlichen Anteil an der Weiterentwicklung der Komischen Kunst. Seine Arbeiten zeichnen sich nicht nur durch eine Fülle stilistischer Merkmale und eine handwerklich hochwertige Ausführung sondern auch durch ihren besonderen Blick auf die Realität aus:

Pfarrs Zeichnungen und Ölgemälde zeigen eine Welt voll banaler Erkenntnisse, deren Aussagen durch die gebräuchlichen Namen der Figuren auf eigentümliche Weise verstärkt werden. Die zeichnerische Qualität spiegelt sich im dargestellten Witz, dessen Alltagstauglichkeit keiner theoretischen oder logischen Grundlage bedarf.

Selbsterklärend präsentieren die Werke Euphorie genauso direkt wie die bittere Erkenntnis eines ins Absurde gleitenden Lebens. Der 1958 in Frankfurt geborene Bernd Pfarr studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main und begann seine künstlerische Laufbahn mit Cartoons in den deutschen Satirezeitschriften Pardon und Titanic.

Mit der Serie über den Autoverwerter „Dulle“ (in der Humorzeitschrift Kowalski) trieb Bernd Pfarr die Erzähltechnik des Comics in neue Höhen. Fast zeitgleich schuf er für Titanic die Cartoonfigur „Sondermann“, die in den Jahren von 1987 bis 2004 mit mehr als vierhundert Cartoons und Strips einen nicht unerheblichen Beitrag zur Attraktivität des Blattes leistete.

Heute zählt der jährlich vergebene „Sondermann“-Preis zu den begehrtesten deutschen Auszeichnungen für Zeichner. Im Jahr 1998 ehrte ihn der Comic-Salon Erlangen mit dem Max-und-Moritz-Preis als besten deutschsprachigen Comic-Künstler.

Bis zu Bernd Pfarrs frühem Krebstod sind zwanzig Einzelbände mit seinen Werken erschienen. Knapp dreißig Bücher wurden von ihm illustriert und mehr als zehn Ausstellungen in Deutschland, Holland und der Schweiz präsentierten seine Kunst.

Robert Gernhardt über Bernd Pfarr Bernd Pfarr hat „den Gegenbeweis der These geliefert, ein schweres Leben müsse schwere Kunst mit sich ziehen“. Ausstellungsdaten Bernd Pfarr „Station 13“ Ab 13. Januar 2010 Ort: Uniklinik Köln, Kerpener Str. 62 (Haus 16), 50937 Köln Besichtigungszeiten:

Montag bis Freitag 14.00 bis 17.00 Uhr Eröffnung: 13. Januar 2010, 18.00 Uhr (Gebäude 42) u.a. mit Andreas Platthaus, Journalist, Buchautor Ansprechpartnerin: Ulrike Böhm / Ambulanzleitung / Tel.: 0221-478-4430

Die CARICATURA – Galerie für Komische Kunst in Kassel – ist ein bundesweit einzigartiges Zentrum für Satire und zeigt in mindestens fünf Ausstellungen jährlich Arbeiten aus den Bereichen Cartoon, Karikatur, komische Zeichnung und Malerei.

Abbildung

Gemälde von Bernd Pfarr aus der Titanic-Cartoon-Serie „Sondermann“

caricatura museum frankfurt

Museum für Komische Kunst

Weckmarkt 17

D-60311 Frankfurt am Main

Tel +49 (0) 69 212 301 61

caricatura.museum@stadt-frankfurt.de

www.caricatura-museum.de