Es ist soweit - nach vielen Monaten eines breit angelegten Beteiligungsprozesses, der kreativen Gestaltung und der Kampagnenplanung ist sie da: die Dachmarke für Düsseldorf. Oberbürgermeister Dirk Elbers hat am Freitag, 19. April, die Dachmarke und die dazugehörige Dachmarkenstrategie vorgestellt.
"Städte sind heute auch Marken, die im nationalen und internationalen Wettbewerb miteinander stehen. Es kommt bei der Auswahl des Arbeits- und Wohnortes oder Reiseziels mittlerweile stärker denn je darauf an, welches Außenbild eine Stadt hat, wie sie vor Ort und anderswo wahrgenommen wird. Deshalb brauchen Städte auch klare Profile, die ihre Vorzüge bündeln und ein ausbalanciertes Bild nach außen vermitteln. Eine professionell erarbeitete Dachmarke trägt wesentlich zur Schärfung des Stadtprofils bei", sagte OB Elbers zur Begründung der Entwicklung einer Dachmarke.
Was genau ist die Dachmarke für Düsseldorf?
Inhaltlich ruht die neue Dachmarkenstrategie auf zwei Säulen:
1. Imagekampagne
Eine inhaltliche Imagekampagne bündelt und visualisiert Kernthemen, die die Identität Düsseldorfs ausmachen und ein ausbalanciertes Stadtbild nach außen vermitteln. Sie ist somit ein Instrument des Stadt- und Standortmarketings und zielt darauf ab, die Wahrnehmung der Landeshauptstadt Düsseldorf zusätzlich zum bekannten Leistungsfaktor, um die Lebensfreude, Weltoffenheit, rheinische Heimatverbundenheit und Bodenständigkeit zu ergänzen.
2. Co-Branding
Das Dachmarken-Logo bündelt unter einem Dach und visualisiert die starke "Düsseldorf-Familie", also die Gesamtheit aus Verwaltung, städtischen Tochterunternehmen, Kulturinstituten und -einrichtungen, die alle für den starken und kreativen Standort Düsseldorf stehen. Dabei ergänzt das Dachmarkenlogo die eigenständigen Auftritte der Partner und ist damit das Co-Branding-Instrument für Düsseldorf.
Wie wurde die Dachmarke entwickelt?
Der Entstehungsprozess der Dachmarke wurde bewusst stark partizipativ angelegt. Anders als bei Unternehmen kann eine Dachmarke für eine Stadt nur entwickelt und mit Leben gefüllt werden, wenn sie unter möglichst breiter Beteiligung entsteht und somit hohe Akzeptanz findet. So wurden zu allererst die Bürgerinnen und Bürger gefragt, wie sie die Stadt und ihre Identität sehen. Über 2.000 auf der Webseite www.dein.düsseldorf.de eingereichte Beiträge waren eine wesentliche Grundlage für die Erarbeitung der Dachmarke.
Darüber hinaus wurden Multiplikatoren aus allen gesellschaftlich relevanten Gruppen, die Vertreterinnen und Vertreter der Ratsfraktionen, Tochtergesellschaften, der Kulturinstitute und anderer städtischen Einrichtungen eng in den Prozess einbezogen. In zahlreichen Diskussionsrunden und Workshops wurden wertvolle Ideen und Anregungen gesammelt, die alle in die Entwicklung der Dachmarke eingeflossen sind.
OB Elbers: "Ich bin fest davon überzeugt, dass eine Dachmarke für eine Stadt nur einem breit angelegten Beteiligungsprozess entwickelt werden kann. Die Dachmarke wird nur dann 'leben', wenn sie von möglichst vielen Akteuren in der Stadt getragen und akzeptiert wird. Nur wenn es unsere gemeinsame Dachmarke wird, werden wir unser Ziel erreichen."
Wie wird die Dachmarke eingeführt?
Die Dachmarkenkampagne wird in den kommenden Wochen sowohl im Düsseldorfer Stadtbild als auch in anderen deutschen Städten zu sehen sein: von Plakaten über Fahnen, Anzeigetafeln und Banner bis zur eigens im Dachmarken-Design beklebten Rheinbahn. In 58 deutschen Städten werden die Plakatmotive an 70 ICE-Bahnhöfen zu sehen sein. Mit dem Start der Dachmarkenkampagne wird auch die zweite Säule, das Co-Branding eingeführt:
Das Dachmarkenlogo erscheint auf den Internetseiten von städtischen Töchtern, Museen, Kulturinstituten und andere Einrichtungen und wird sukzessive auch auf den neu produzierten Printprodukten erscheinen. Die Zugehörigkeit zur Düsseldorf-Familie wird zum Kampagnenstart mit den Bannern auf den Gebäuden vieler Partner visualisiert. Begleitet werden die Maßnahmen durch zahlreiche Aktionen im Internet sowie auf Facebook und Twitter.
Die wichtigsten Aktionen im Überblick:
- Plakate mit den Motiven der Kampagne inklusive Blow-up-Fläche an der Königsallee und Plakaten am Flughafen und der Messe,
- bundesweite Plakatierung an den ICE-Bahnhöfen,
- Rheinbahn im Dachmarken-Design,
- Fahnen,
- Banner an Kultureinrichtungen als Co-Branding Partner,
- Infoscreen und Fahrgast-TV Einblendung auf U-Bahnhöfen und in den Bahnen,
- Vario-Tafeln mit Einblendungen auf den Zufahrtsstraßen nach Düsseldorf,
- neue Startseite für www.duesseldorf.de inklusive Themenseite zur Dachmarke,
- Social Media-Aktivitäten auf Facebook, Twitter und Youtube.
"Mit der Dachmarkenkampagne wollen wir zu einem ausgewogeneren Bild von Düsseldorf beitragen. Düsseldorf ist nicht nur wirtschaftlich stark aufgestellt. Die Stadt hat viel mehr zu bieten: hohe Lebensqualität, rheinische Lebensfreude und Gelassenheit, eine starke und lebendige Kunst- und Kulturszene, spannende Ereignisse. Mein Dank gilt allen, die sich in den Prozess eingebracht haben, mit uns diskutiert haben, auch denen, die Kritik geübt haben. Denn konstruktive Kritik war für uns immer ein Ansporn, unsere Dachmarkenkampagne noch besser zu machen. Ich wünsche mir, dass die Dachmarke das Gefühl der Zusammengehörigkeit in unserer Stadt stärkt", so OB Elbers abschließend.
Die Entwicklung der Dachmarke sowie der Kampagnenstrategie basiert auf den Erkenntnissen der 2011 erschienenen Markenkernanalyse für Düsseldorf. Die Beiträge aus dem Bürgerwettbewerb auf www.dein.düsseldorf.de bildeten ebenso einen maßgeblichen Baustein für die Entwicklung der Kampagneninhalte, wie die Diskussionsrunden mit Vertretern der Politik, der städtischen Tochtergesellschaften, Kulturinstitute/-einrichtungen und den Multiplikatoren aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Die Dachmarke und Dachmarkenkampagne wurden von der Düsseldofer Agentur BBDO Proximity entwickelt.


Oberbürgermeister Dirk Elbers bei der Präsentation der neuen Dachmarke. Foto: (c) Düsseldorf.de
Die Vorstellung der neuen Kampagne weckte großes Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern. Foto: (c) Düsseldorf.de