Christa Wolf ist tot. Ihr Werk wird als bedeutendes literarisches Zeugnis der großen Umbrüche des 20. Jahrhunderts lebendig bleiben. Aus den geistigen Indoktrinationen von Faschismus und Krieg kommend, setzte Christa Wolf ihre ganze Hoffnung auf eine Humanisierung der Gesellschaft im sozialistischen Teil Deutschlands. Sie war aktiver Teil dieser Gesellschaft und zugleich tief in deren Widersprüche verstrickt. Umso schmerzhafter erlebte sie die Pervertierung der Utopie. Die Spuren von Hoffnung und Scheitern sind ihrem Werk tief eingeschrieben.
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden reagiert auf die aktuelle Nachricht vom Tod der Autorin Christa Wolf und veranstaltet unter der Leitung von Schauspieldramaturgin Dagmar Borrmann eine Lesung auf der Studio-Bühne. Am Samstag, 10. Dezember 2011, 18 Uhr lesen Schauspieler und Dramaturgen des Staatstheaters aus Romanen und Essays von Christa Wolf, darunter Kein Ort. Nirgends., Kassandra und ihr großes letztes Werk Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud.
Samstag, 10. Dezember 2011, 18 Uhr, Studio
Karten ab sofort:
€ 6,50; ermäßigt € 4,50
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