Gesellschaft Freunde der Künste

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Neue Kollegen in der Theaterleitung für Spielzeit 2010/11

Staatstheater Wiesbaden - Neue und bekannte Gesichter „hinter der Bühne“

Manfred Beilharz, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, stellte  die neuen Kolleginnen und Kollegen, die in der kommenden Spielzeit hinter der Bühne agieren werden, vor.

Zunächst gratulierte er noch einmal herzlich dem renommierten Choreographen und Regisseur Christian Spuck zu seiner Berufung als Ballettdirektor am Opernhaus Zürich zur Spielzeit 2012/13, unter dessen Regie am Sonntag, den 24. Januar 2010 um 18.00 Uhr Giuseppe Verdis komische Oper Falstaff Premiere feiern wird.

Als neuen Musikdramaturgen und Mitglied der Opernleitung freut sich Manfred Beilharz, Wolfgang Haendeler begrüßen zu dürfen, der die Nachfolge von Bodo Busse antritt, der als Intendant an das Landestheater Coburg berufen wurde. Haendeler weist langjährige Erfahrung im Bereich der Musikdramaturgie auf, war zuletzt frei schaffend tätig und freut sich nun nach eigener Aussage sehr, seinem „großen Interesse an der Musik hier in Wiesbaden nachgehen zu können“.

Für die Nachfolge des Leiters des Jungen Staatstheaters, Matthias Faltz (wird Intendant am Landestheater Marburg), nahm Beilharz eine Hausberufung vor und zeigte sich glücklich über die neue Doppelspitze, bestehend aus Stefan Schletter und Oliver Wronka. Beide sind bereits als Regisseure (Wronka auch als Schauspieler) des Jungen Staatstheaters in Wiesbaden tätig und möchten ihre erfolgreiche gemeinsame Erfahrung und Zusammenarbeit in ihrer neuen Funktion fortführen.

Als Nachfolgerin für Carola Hannusch, die an das Schauspiel Essen wechselt, konnte Maya Schöffel als Dramaturgin gewonnen werden. Nach fünfjähriger dramaturgischer Tätigkeit in Göttingen sowie einer Assistenz bei der von Beilharz initiierten „Bonner Biennale“, ist Schöffel bereits seit 2007 als Organisationsleitung der Theaterbiennale „Neue Stücke aus

Europa“ in Wiesbaden tätig, so auch in diesem Jahr. Manfred Beilharz freut sich, sie für die kommende Spielzeit in ihrem „ursprünglichen“ Beruf am Staatstheater begrüßen zu dürfen.

In der Leitung des Künstlerischen Betriebsbüros und Disponenz Schauspiel wird Mirjam Beck (ab Spielzeit 2010/11 Schauspieldisponentin am Theater Dortmund) von Dieter Hansen als Nachfolger abgelöst. Hansen war bereits früher in dieser Position am Staatstheater Wiesbaden tätig.

Sowohl Manfred Beilharz als Bernd Kummer stellvertretend für die Gesellschaft der Freunde des Staatstheaters e.V. versicherten den neuen Kollegen ihre ausdrückliche Freude und Spannung auf eine gemeinsame Zusammenarbeit.

Neue Kollegen für die Spielzeit 2010/11 am Staatstheater Wiesbaden

Kurzbiografien

Wolfgang Haendeler – Operndramaturgie und Mitglied der Opernleitung

Wolfgang Haendeler wurde 1962 in Opladen (Rheinland) geboren und studierte in Erlangen Germanistik, Theaterwissenschaft und Philosophie. Nach dem Studienabschluss mit einer interdisziplinären Arbeit über Arnold Schönbergs Oper „Moses und Aron“ und einer kulturjournalistischen Zusatzausbildung an der Universität in Essen erhielt er 1991/92 sein erstes Engagement als Opern- und Ballettdramaturg am Aalto-Theater Essen.

Seine weitere Theaterlaufbahn führte ihn an die Städtischen Bühnen Münster (1992-1998); hier fungierte er als Konzert- und Operndramaturg sowie als Persönlicher Referent des Generalmusikdirektors Will Humburg.

Im Anschluss daran ging er an die Opernhäuser in Rostock (1998-2000), Hagen (2000-2003) und Kiel (2003-2008), wo er jeweils die Position des Chefdramaturgen für das Musiktheater inne hatte und sich zudem als Moderator und Rezitator profilieren konnte.

Seit August 2008 arbeitet Wolfgang Haendeler in und von Hamburg aus als freischaffender Dramaturg, Autor, Moderator, Rezitator und Agent. Zur Zeit schreibt er im Auftrag des Theater Kiel an dem Libretto für die neue Oper von Cristóbal Halffter – „Schachnovelle“ (nach der Vorlage von Stefan Zweig) –, die um 2012 in Kiel uraufgeführt werden wird.

Für die Spielzeit 2013/14 bereitet er als Produzent und Librettist die Uraufführung einer Oper über Hieronymus Bosch vor – „Der Garten der Lüste“ –, die auf John Vermeulens gleichnamigem Roman basiert (Diogenes Verlag). Für dieses Projekt hat er als Komponisten Edward Rushton gewinnen können, mit dem er seit Dezember 2008 die musiktheatralische Dramatisierung des Stoffes plant und erstellt.

Stefan Schletter – Leitung Junges Staatstheater

Stefan Schletter wurde in Garmisch-Partenkirchen geboren und verbrachte seine Schulzeit in Nairobi/Kenia, Mogadishu/Somalia und Echzell/Wetterau. Nach seinem Studium in Mainz (Politikwissenschaften, Ethnologie und Afrikanistik) betreute er bereits 1997 und 1998 Produktionen des Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Regieassistent (‚Judit’ von Burkhart Driest und ‚Hamlet’ von Shakespeare, Regie: Annegret Ritzel).

Seit 1999 ist er Regisseur und Regieassistent am Jungen Staatstheater Wiesbaden und hat seither zahlreiche Inszenierungen für das Kinder- und Jugendtheater geschaffen, so zum Beispiel ‚Bella geht einkaufen’ von Klas Widén, ‚Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen’ von James Krüss, ‚Die Werkstatt der Schmetterlinge’ von Giaconda Belli und Wolf Erlbruch (Bühnenfassung Stefan Schletter) und ‚King A’ von Inèz Derksen.

Aktuelle Inszenierungen von Stefan Schletter am Staatstheater Wiesbaden:

Die große Erzählung – Die Odyssee in einer Stunde

Wir alle für immer zusammen

Die Verwandlung

King A - Die Ritter der Tafelrunde

Moby Dick

Oliver Wronka - Leitung Junges Staatstheater

Oliver Wronka wurde 1973 in Freiburg im Breisgau geboren. Nach einem Romanistik- und Anglistikstudium an der dortigen Universität erhielt er seine künstlerische Ausbildung an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch (Berlin) im Studienfach Schauspiel.

Direkt nach seinem Abschluss war er von 2000 bis 2002 festes Ensemblemitglied im Schauspielhaus Zürich, und arbeitete dort u.a. mit Christoph Marthaler und Stefan Pucher zusammen. Sein weiterer Weg führte ihn als freischaffender Schauspieler nach Karlruhe, Berlin (Deutsches Theater, Maxim-Gorki-Theater) und Leipzig.

An das Junge Staatstheater Wiesbaden wurde er 2006 engagiert. 2009 machte er mit ‚Sophiechen und der Riese‘ seine erste Regiearbeit für das Junge Staatstheater.

Maya Schöffel – Dramaturgie Schauspiel

Maya Schöffel, geboren 1976 in Fürstenhagen (Nordhessen), studierte Neue deutsche Literatur und Theaterwissenschaft / Kulturelle Kommunikation an der Humboldt Universität zu Berlin. Vor dem Studium absolvierte sie Hospitanzen sowie eine Ausstattungsassistenz am Staatstheater Kassel.

Bei der Produktionsfirma Raumstation sammelte sie Erfahrungen bei einer Radio-Produktionsassistenz für Fritz und Radio eins. Sie veröffentlichte das Interaktive Hörspiel DNA in der Reihe „Der Ohrenzeuge“ (Radio Fritz /ORB). 2002 war sie als Organisationsassistentin bei der BONNER BIENNALE 2002 tätig.

Von 2002 bis 2007 war sie als Dramaturgin am Deutschen Theater in Göttingen beschäftigt, wo sie u.a. mit Robert Lehniger, Kranz/Nordalm, Tilman Gersch und Mark Zurmühle zusammenarbeitete.

Während dieser Zeit übernahm sie außerdem Festivalmanagement und Dramaturgie beim 24. Norddeutschen Theatertreffen 2006 in Göttingen. Seit Oktober 2007 hat sie die Organisationsleitung bei NEUE STÜCKE AUS EUROPA inne.

Abbildung

Wolfgang Händeler, Musikdramaturg

Maya Schöffel, Schauspieldramaturgin

Manfred Beilharz, Intendant

Stefan Schletter, Oliver Wronka, Leitung Junges Staatstheater

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