Nach dem abwechslungsreichen Osterwochenende steht die erste Premiere des Monats am Freitag, den 9. April 2010 auf dem Wartburg-Spielplan: In der Uraufführung Shopping Queens – Die singende Antwort auf „Männerhort“ von Tobias Bungter wird endlich die Frage beantwortet, was die Frauen der vier liebenswerten Möchtegern-Machos aus der Wartburg-Kultinszenierung eigentlich machen:
Sie schmieden Rachepläne! Ihre Antwort fällt dank großer Sangesfreude, einer Live-Band und der erneuten Regie von Caroline Stolz musikalisch und witzig aus.
Einen Tag später, am Samstag, den 10. April 2010 feiert Gotthold Ephraim Lessings Tragödie Emilia Galotti im Kleinen Haus Premiere. Ricarda Beilharz, die zuletzt in Wiesbaden Yasmina Rezas „Der Gott des Gemetzels“ und Friedrich Schillers „Die Räuber“ inszenierte zeichnet für Regie und Bühne in Lessings Meisterwerk verantwortlich.
Die letzte Ballettpremiere der laufenden Spielzeit steht am Sonntag, den 11. April um 18.00 (!) Uhr an: Dornröschen. Mit der Musik von Peter I. Tschaikowsky begibt sich Ballettdirektor und Chefchoreograf Stephan Thoss auf eine Entdeckungsreise, um die in Dornröschen verborgenen, teils geheimnisvollen Motive als Themen von heute erlebbar zu machen.
Neben dem umfangreichen Repertoire-Programm des Staatstheaters finden sich auch die neuste Produktion der musik-theater-werkstatt („Die Maulwerker“ am 11. April im Foyer), das 5. Kammerkonzert am 18. April, zwei Workshops des Jugendreferats, tanzXtra zu „Dornröschen“ (30. April), das Schauspielforum zu „Kunstschwimmer“ (18. April) und das Opernforum zu „Elektra“ am 25. April auf dem April-Spielplan.
Am Freitag, den 16. April 2010 wird um 11.00 Uhr das komplette Programm der diesjährigen Theaterbiennale NEUE STÜCKE AUS EUROPA vorgestellt. Eine Woche später, am Freitag, den 23. April 2010 um 11.00 Uhr informieren wir Sie über unsere Pläne und Premieren der Spielzeit 2010/11.
Premieren
Schauspiel
Uraufführung
Shopping Queens – Die singende Antwort auf „Männerhort“ Von Tobias Bungter
Inszenierung: Caroline Stolz
Freitag, 9. April 2010, 20.00 Uhr, Wartburg
Emilia Galotti
Tragödie von Gotthold Ephraim Lessing
Inszenierung und Bühne: Ricarda Beilharz
Samstag, 10. April 2010, 19.30 Uhr, Kleines Haus
Ballett
Dornröschen
Choreografie: Stephan Thoss
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Sonntag, 11. April 2010, 18.00 Uhr, Großes Haus
Konzerte
5. Kammerkonzert
Mit Werken von Kreutzer, Danzi, Mozart, Schumann und Mendelssohn
Sonntag, 18. April 2010, 11.00 Uhr, Foyer
musik-theater-werkstatt
Die Maulwerker
Dieter Schnebel zum 80. Geburtstag
Sonntag, 11. April 2010, 15.00 Uhr, Foyer
Jugendreferat
Theater-Film-Bühne ab 8 Jahren
Wochenendworkshop
Samstag, 17. April 2010, 14.30 – 18.00 Uhr
Sonntag, 18. April 2010, 10.00 – 16.00 Uhr
Erste Schritte ab 3 Jahren
Wochenendworkshop
Samstag, 24. April 2010, 14.30 – 18.00 Uhr
Sonntag, 25. April 2010, 14.30 – 18.00 Uhr
Extras
Spiel&Musik
Instrumentenworkshop „Schlagzeug“
Für Kinder in Begleitung ab 5 Jahren
Samstag, 17. April 2010, 15.00 und 16.30 Uhr, Orchesterproberaum
Opernforum
zu „Elektra“
Sonntag, 25. April 2010, 11.00 Uhr, Foyer
Schauspielforum
zu „Kunstschwimmer“
Sonntag, 18. April, 11.00 Uhr, Vestibühne Kleines Haus
tanzXtra
Stephan Thoss spricht über seine Neufassung des Ballettklassiker
„Dornröschen“
Freitag, 30. April 2010, 18.15 Uhr, Studio
Premiere: Freitag, den 9. April 2010, 20.00 Uhr, Wartburg
Uraufführung
Shopping Queens – Die singende Antwort auf „Männerhort“
Von Tobias Bungter
Inszenierung Caroline Stolz
Musikalische Leitung Ernst August Klötzke
Bühne und Kostüme Lorena Diaz Stephens, Jan Hendrik Neidert
Mit: Susanne Bard (Alexis), Eva-Maria Damasko (Marion), Stefanie Hellmann (Connie), Friederike Ott (Anne), Jasaman Roushanaei (Scooter)
Band: Jörg Rebhan, David Stephens, Claus Weyrauther, Timo Willecke
Das Warten hat ein Ende. Die drängende Frage wird beantwortet, wer eigentlich die Frauen von den Männerhort-Bewohnern sind, die seit Dezember 2007 das Wartburgpublikum begeistern. Endlich treten die weiblichen Pendants der vier Möchtegern-Machos in Erscheinung und stehen ihren holden Gatten in nichts nach.
Bisher begutachteten Anne, Alexis und Connie in der Boutique Shopping Queens bei Piccolöchen jene Shoppingerfolge, vor denen ihre Männer die Flucht ergriffen haben. Doch plötzlich ist alles anders. Alexis ist pleite und muss den Laden schließen.
Wo sollen sich die Freundinnen von nun an im „Happy Center“ treffen? Die Friseurin Marion kümmert das wenig. Sie wird den Laden übernehmen und damit das auch allen klar ist, deponiert sie schon mal eine Trockenhaube dort.
Auch bei ihren Ehemännern finden die verzweifelten Frauen keinen Trost: im Gegenteil, die hören nie zu, gehen fremd und sind jeden Samstag Nachmittag spurlos verschwunden. Alle drei…!
Die Freundinnen machen sich auf die Suche und stoßen auf den Männerhort: Ihre Göttergatten verstecken sich allen Ernstes auf einer stillgelegten Toilette im Einkaufszentrum, um ihre Ruhe zu haben. Für Fußball, Bier und Pizza.
Die Frauen sind fassungslos, verbrüdern sich sogar mit Marion, deren Mann ebenfalls im Männerhort rumlungert und noch dazu ihren Hamster auf dem Gewissen hat. Was tun? Die hysterische Anne denkt gleich wieder an Selbstmord, Marion und Alexis eher an Mord – nur die esoterisch veranlagte Connie mahnt zur Ruhe.
Sie hat die Lösung: Der Männerhort ist schuld. Er hat die Männer verhext. Das leuchtet ein! Und so schmiedet das Frauenquartett Pläne zur Vernichtung des unheilvollen Orts...
Der Kölner Autor Tobias Bungter (Jahrgang 1973) hat die singende Antwort auf die Wartburg-Kultproduktion „Männerhort“ von Kristof Magnusson geschrieben. Mit sangesfreudigen Schauspielerinnen und einer Live-Band fällt diese Antwort zwangsläufig sehr musikalisch aus.
Und sie ist für Fans und Insider genauso ein Spaß wie für alle, die dem Männerhort seit seiner Premiere im Dezember 2007 bisher noch keinen Besuch abgestattet haben.
Regie führt wieder Caroline Stolz, die Leiterin der Wartburg. Sie inszenierte in Wiesbaden außerdem Rainer Werner Fassbinders „Tropfen auf heiße Steine“, Hitchcocks „Die 39 Stufen’’, Tennessee Williams’ „Die Glasmenagerie“ sowie zuletzt „Das große Fressen“.
Weitere Termine: Donnerstag, 15. April 2010 und im Mai 2010
jeweils um 20 Uhr in der Wartburg
Premiere Samstag, 10. April 2010, 19.30 Uhr Kleines Haus
Emilia Galotti
Tragödie von Gotthold Ephraim Lessing
Inszenierung und Bühne Ricarda Beilharz
Kostüme Jelena Miletic
Dramaturgie Dagmar Borrmann
Mit: Franziska Werner (Emilia), Jürg Wisbach (Prinz von Guastalla), Doreen Nixdorf (Gräfin Orsina), Michael von Burg (Marinelli), Uwe Kraus (Odoardo), Monika Kroll (Claudia), Florian Thunemann (Graf Appiani)
Der Prinz von Guastalla ist in Gefühls-Aufruhr. Er hat sich in ein bürgerliches Mädchen verliebt: Emilia Galotti. Seine bisherige Geliebte, die Gräfin Orsina, kämpft nun vergeblich um seine Gunst.
Marinelli, der Kammerherr des Prinzen, eröffnet ihm, dass Emilia noch am selben Tage heiraten und mit ihrem Mann, dem Prinzen Appiani, aufs Land ziehen wird. Der Prinz überrascht Emilia in der Kirche und offenbart ihr seine Liebe. Emilia ist bestürzt. Ihr Lebensweg mit Appiani schien klar vor ihr zu liegen – nun fällt auch sie in eine Verwirrung der Gefühle.
Marinelli lässt in vorauseilendem Gehorsam den Grafen Appiani ermorden, damit der Weg für seinen Herrn zu Emilia frei ist. Emilia gerät in einen unauflösbaren Konflikt zwischen erotischer Verführbarkeit, Schuldgefühlen und dem Wissen, dass sie genauso enden wird wie die Gräfin Orsina: als abgelegte Geliebte. Sie trifft eine überraschende Entscheidung.
Die Regisseurin und Bühnenbildnerin Ricarda Beilharz („Der Gott des Gemetzels“, „Die Räuber“) hat schon in Basel, Göttingen, Luzern, Karlsruhe, Salzburg, den Wiener Festwochen inszeniert und war mit ihren Ausstattungen schon zwei Mal beim Berliner Theatertreffen eingeladen.
Sie liest Lessings Drama als ein Vexierspiel der Gefühle, in dem die Fronten zwischen Täter und die Opfer nicht mehr klar sind. Nach Tilman Gerschs „Nathan“-Inszenierung führt das Schauspiel des Hessischen Staatstheaters seine Auseinandersetzung mit dem Werk Lessings weiter.
Weitere Termine: Mittwoch, 14. April und Freitag, 30. April 2010
jeweils um 19.30 Uhr, Kleines Haus
Ballett
Sonntag, 11. April 2010, 18.00 Uhr, Großes Haus
Dornröschen
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Choreografie Stephan Thoss
Musikalische Leitung Wolfgang Ott
Bühnenbild Kaspar Zwimpfer
Kostüme Carmen Maria Salomon
Dramaturgie Stefan Ulrich
Es tanzen in den Hautrollen:
Emilia Giudicelli / Kihako Narisawa (Königin), Sandro Westphal / Maarten Peeters (König), Yuki Mori / Kenneth Pettitt (Frosch), Ina Brütting / Aoi Nakamura (Dornröschen)
Ballett und Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Aus Kindertagen ist uns wahrscheinlich allen das Märchen vom „Dornröschen“ bekannt: Die Königstochter, die auf ihrer Taufe verflucht wird von einer bösen Fee, die das Kind mit einem Todesbann belegt, da sie sich nicht zu den geladenen Gästen zählen durfte.
Auch wissen wir um den Fortgang des Märchens, dass der Fluch zwar nicht vollständig aufgelöst aber immerhin abgemildert werden kann. Dies bewirkt eine gute Fee, die nicht verhindern kann, dass sich das Mädchen gemäß der Verwünschung an ihrem 15. Geburtstag an einer Spindel stechen werde, jedoch nicht daran sterben soll, sondern lediglich in einen hundertjährigen Schlaf falle.
Das Kind wächst heran, und trotz aller Vorsichtsmaßnahmen der Eltern geschieht das Unvermeidliche: Das Mädchen sticht sich und fällt in den lang andauernden Schlaf.
Über die Zeit versuchen einige Prinzen durch das mittlerweile gewachsene Dornengestrüpp zu dem schlafenden Mädchen zu gelangen. Doch nur einem soll dies gelingen: Es ist der Prinz, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort erscheint. Ihm ist es vorbehalten, die Prinzessin aus dem Schlaf zu küssen und gemeinsam mit ihr in eine glückliche Zukunft zu sehen.
Stephan Thoss stößt in seinem Handlungsballett „Dornröschen“ auf zentrale, hochinteressante Motive, die im Märchen der Gebrüder Grimm vorhanden, aber selten durchleuchtet werden – Grund genug, diese für seine Version zu exponieren und erlebbar zu machen.
So hinterfragt Thoss beispielsweise, wie die Figur der sogenannten bösen Fee zu deuten ist, die von den Eltern zur Taufe offenbar nicht eingeladen worden war. Vergessen hatte man sie sicher nicht; man argumentierte, dass nur zwölf statt der nötigen dreizehn goldenen Teller vorhanden wären.
Die damit überzählige Fee war offenbar nicht erwünscht. Welche Rolle mag diese Person spielen im Leben dieser Familienbande – die des schwarzen Schafes, dessen man sich entledigen will und doch nicht kann?
Von großer Bedeutung ist für Stephan Thoss zudem die Interpretation der meist übergangenen Eingangssequenz des Märchens, die Vorgeschichte, die doch so viel Gewicht hat. Sie benennt die Nöte der Eltern, trotz großen Wunsches kein Kind bekommen zu können; eine Verzweiflung, aus der das Königspaar von alleine scheinbar nicht herauskommt.
Es bedarf fremder Hilfe, der Königin vorzubedeuten, dass sie eine Tochter zur Welt bringen wird. Das Glück der Eltern über das schließlich geborene Kind kann aber ihre einstigen Ängste nicht vergessen machen. Auch gibt es Geheimnisse zwischen ihnen, die sich, unausgesprochen wie sie sind, bedrückend auf das Kind übertragen.
Aus diesen Interpretationen heraus findet sich in dem Motiv des Schlafes eine Bedeutung, nach der das Dornröschen in der scheinbaren Untätigkeit des Schlafens höchst aktiv ist, sich in einem Reifeprozess befindet.
Hier durchlebt, deutet und ordnet sie die eigene Geschichte, um hernach bereit zu sein, abgenabelt von den Eltern, den Schritt in ein selbstbestimmtes Leben zu wagen.
Nach „Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee“ widmet sich Stephan Thoss mit „Dornröschen“ erneut einem weltbekannten Handlungsballett, um es auf berückend aktuelle Weise neu zu deuten, ohne jedoch die Essenzen des Märchens aus dem Auge zu verlieren.
Die Musik von Peter I. Tschaikowsky, die der Komponist selbst für sein gelungenstes Ballett hielt, verströmt wie schon in „Schwanensee“ einen ganz besonderen Zauber, der seine Wirkung unmittelbar erzielt.
Auch 120 Jahre nach der Uraufführung hat die melodiöse, farbenreiche und effektvolle Musik nichts von ihrer Magie eingebüßt und verbindet sich kongenial mit der zeitgenössischen Interpretation der neuen Choreografie.
Weitere Termine: Dienstag, 13., Freitag, 16. und Freitag, 30. April 2010
jeweils um 19.30 Uhr, Großes Haus
Konzerte
Sonntag, 18. April 2010, 11.00 Uhr, Foyer
5. Kammerkonzert
Conradin Kreutzer (1780-1849)
Trio Es-Dur für 2 Klarinetten und Viola KWV 5206
Franz Danzi (1763-1826)
Sonate F-Dur op. 62 für Bassetthorn und Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Trio Es-Dur KV 498 (Kegelstatt-Trio) für Klavier, Klarinette und Viola
Robert Schumann (1810-1856)
Märchenerzählungen op. 132 für Klarinette, Viola und Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Konzertstück Nr.1 f-moll op. 113 für zwei Klarinetten und Klavier
Mit: Tomas Eckardt (Klarinette), Bernard Hens (Klarinette und Bassetthorn), Gertrud Weise (Viola) und Julia Palmova (Klavier)
Im Figaro-Jahr 1786 schrieb Wolfgang Amadeus Mozart u.a. sein Kegelstatt-Trio, eines seiner berühmtesten Werke für Kammermusik. Ob das Trio mit seiner ungewöhnlichen Besetzung für Klavier, Klarinette und Viola tatsächlich beim Kegeln entstand, ist ungeklärt.
Jedenfalls komponierte es Mozart für eine musikalische Soirée beim Botaniker von Jacquin, dessen Tochter Franziska eine begabte Pianistin war. Die Viola im Trio spielte Mozart selbst. Der Klarinettist war Anton Stadler, für den Mozart sein Klarinettenkonzert schrieb.
Als der Komponist 1778 in einer Sinfonie von Carl Stamitz das Rohrblattinstrument hörte, schwärmte er seinem Vater vor: „Ach, wenn wir doch nur Clarinetti hätten…“ Während sich die Musik des Karlsruher und Stuttgarter Hofkapellmeisters Franz Danzi auf der Schwelle zwischen Klassik und Romantik bewegt – das in der Sonate F-Dur besetzte Bassetthorn ist eine tiefe Klarinette mit Knick im Mundstück und einem Schallbecher in Pfeifenform–, ist Conradin Kreutzer, Nachfolger von Danzi in Stuttgart und Verfasser von über 50 Bühnenwerken sowie zahlreicher Kammer- und Kirchenmusikstücke und Lieder, ein typischer Vertreter des romantischen Biedermeier.
Im Musikalischen Conversations-Lexikon von 1876 wird er posthum als „der gefeierte Liebling der Nation“ bezeichnet, dessen Stärke „die ansprechende, liebenswürdige und vor allem sehr sangbare Melodie“ sei. Heutzutage wird Kreutzers Musik eher selten aufgeführt.
Sein Zeitgenosse Robert Schumann sollte der Nachwelt besser im Gedächtnis bleiben. Am 11. Oktober 1853 notierte Clara Schumann in ihrem Tagebuch: „Heute vollendete Robert 4 Stücke für Klavier, Klarinette und Viola und war selbst sehr beglückt darüber. Er meint, diese Zusammenstellung werde sich höchst romantisch ausnehmen.
“ Die „Märchenerzählungen“ sind Schumanns letztes Werk für Triobesetzung. Die vier Charakterstücke sind besonders reizvoll durch die spezielle Klangfarbenkombination der drei verschiedenen Instrumente Klarinette, Viola und Klavier.
Felix Mendelssohn Bartholdys Konzertstücke zählen zu den anspruchsvollsten Kammermusikwerke für Klarinette bzw. Bassetthorn und wurden für die Klarinettisten Heinrich und Carl Baermann geschrieben – als Gegenleistung für Rahmstrudel und Dampfnudeln, die ihm die Freunde bei einem Besuch in Berlin am 30.12.1832 zubereiteten.
Der Komponist sollte das erste der beiden Konzertstücke an jenem Tag fertiggestellt haben, bis das Essen fertig gekocht war. Es wurde eine Woche später von den drei Künstlern öffentlich uraufgeführt.
Montag, 26. April 2010, 19.30 Uhr, Foyer
Orchestertalk
Lorna Wilson (Viola), Karl-Gustav Settelmeier (Violoncello), Peter Felden (Kontrabass) und Emilian Pavel (Orchesterwart) erzählen mit musikalischer Umrahmung vom Leben in einem Orchester. Es moderiert Christina Redeker. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung des Fördervereins des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden e.V. ist frei.
Samstag, 17. April 2010, 15.00 und 16.30 Uhr, Orchesterproberaum
Spiel&Musik
Instrumentenworkshop „Schlagzeug“
Der vierte Teil der Entdeckungstour durch den Orchesterwald: Yu Fujiwara, Schlagzeug-Praktikant des Hessischen Staatsorchesters, und Anne Sophie Meine (Moderation) zeigen die vielfältigen Instrumente, die man zum Schlagzeug zählt. Im Anschluss geht’s ans Ausprobieren. Für Kinder ab 5 Jahren in Begleitung.
musik-theater-werkstatt
Sonntag, 11.April 2010, 15.00 Uhr, Foyer
14.30 Uhr Einführungsvortrag
Die Maulwerker - Dieter SCHNEBEL zum 80. Geburtstag
Kompositionen für Stimme und Körper von Dieter Schnebel
Kafka-Dramolette(2006-2008)
Blinzeln(aus: Schaustücke (1995-99))
Kopfschütteln(aus: Schaustücke (1995-99))
Maulwerke(1968-74, neue Version 2010)
Dieter Schnebel gilt als einer der bedeutendsten Komponisten seiner Generation. Zunächst geprägt vom seriellen Denken avancierte er in den 60er Jahren zur Koryphäe experimenteller Musik in Europa. Mit Maulwerke (1968-74) schuf er ein Grundlagenwerk moderner Vokalmusik, mit Körper-Sprache (1980) das Pendant für modernes Musiktheater.
Seinen Ansatz, Gesten und Körperbewegungen als kompositorisches Material zu begreifen und damit zu verfahren wie mit Klangmaterial, setzt er in den Zyklen Laut-Gesten-Laute (1981-85), Zeichen-Sprache (1986-90) und Schaustücke (1995-99) fort, indem er die Kompositionen für Körper mit Stimme verbindet und beides in kontrapunktische Beziehungen setzt.
Dieter Schnebel wird im Jahr 2010 seinen 80. Geburtstag feiern. Anlass genug für die Maulwerker – das Ensemble, das Schnebel gründete, großzog und das nun – erwachsen geworden – als Kollektiv von Komponisten, Vokalisten, Performern, Regisseuren, Musiktheatermachern aus der internationalen experimentellen Szene nicht mehr wegzudenken ist – ihren Lehrer mit einem exklusiven Schnebel- Programm zu würdigen.
Jugendreferat
Samstag, 17. April 2010, 14.30 bis 18.00 Uhr
Sonntag, 18. April 2010, 10.00 bis 16.00 Uhr
Wochenendworkshop
Theater-Film-Bühne ab 8 Jahren
Bühne und Film – Theater oder Kino? Beides!
Wir filmen, spielen, erfinden eine Geschichte und werden sie mit allen Mitteln umsetzen.
Gemeinsam geht das spielend leicht!
Mit: Olaf Hermann
Samstag, 24. April 2010, 14.30 bis 18.00 Uhr
Sonntag, 25. April 2010, 14.30 bis 18.00 Uhr
Wochenendworkshop
Erste Schritte ab 3 Jahren
Ein spielerischer Einblick in das Improvisationstheater: Erleben, probieren, darstellen. Theater, das im Hier und Jetzt entsteht und seinen Ausdruck im spielerischen Moment entfaltet.
Mit Priska Janssens und Daniela Schilling
Informationen unter theaterpaedagogik@staatstheater-wiesbaden.de oder 0611/132270
Extras
Sonntag, 25. April 2010, 11.00 Uhr, Foyer
Opernforum zu „Elektra“ der Eröffnungspremiere der Internationalen Maifestspiele (1. Mai 2010)
Warum muss Elektra am Schluss von Richard Strauss‘ Oper sterben? Wie viel Siegmund Freud steckt tatsächlich in Hofmannsthals Libretto? Welche Farben würde man für ein Gemälde zu Elektra verwenden und wie ist es für eine Künstlerin wie Rebecca Horn, einmal nicht in einem Museum sondern an einem Theater zu arbeiten? Diese und andere Fragen erörtert das Produktionsteam anlässlich von Elektra, der Eröffnungspremiere der Internationalen Maifestspiele.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Freunde des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden e.V.
tanzXtra
Sonntag, 28. März, 11.00 Uhr, Großes Haus
Die beliebte Einführungsmatinee mit Stephan Thoss und dem Ballettensemble zur Premiere von Tschaikowskys „Dornröschen“ mit Ausschnitten und Erläuterungen.
Freitag, 30. April 2010, 18.15 Uhr, Studio
Stephan Thoss spricht über seine Fassung von „Dornröschen“, die Herangehensweise und Recherchen zur seiner Neudeutung. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, den neuen Ballettabend im Großen Haus zu erleben.
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