Gesellschaft Freunde der Künste

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Oper von Richard Wagner

Staatstheater Nürnberg: Die Meistersinger von Nürnberg am 15.10.2011

Ein deutsches Lustspiel, ein heiteres Satyrspiel zu seinem zwanzig Jahre vorher entstandenen „Tannhäuser“ plante Richard Wagner mit seinen 1868 uraufgeführten „Die Meistersinger von Nürnberg“. Eva, Tochter des Goldschmieds Veit Pogner, soll am Johannistag als Preis dem besten Meistersinger zur Frau gegeben werden.

Sie jedoch liebt den Junker Walther von Stolzing, der sich zwar ebenfalls mit einem Preislied bewerben will, dessen enthusiastischer Gesang aber so gar nicht den Regeln der Meistersinger entspricht. Stolzing steht für eine neue Kunstauffassung, die mit den überholten Regeln einer erstarrten Zunft bricht, sein Widersacher Sixtus Beckmesser für eben dieses Regelwerk.

Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts haben die Romantiker das damals noch mittelalterlich anmutende Nürnberg zum Inbegriff der deutschen Stadt stilisiert. Nürnberg, das wurde bald zum Symbol einer scheinbar heilen Welt des mittelalterlichen Deutschen Reiches.

Richard Wagner hatte daran mit seinen „Die Meistersinger von Nürnberg“ keinen geringen Anteil. Umso mehr, als die „Meistersinger“ als vermeintlich nationalistische Festoper zum festen Programmpunkt der Nürnberger Reichsparteitage wurden, was die Rezeption des Werkes für Jahre unheilvoll geprägt hat. Der israelische Regisseur David Mouchtar-Samorai, dessen Blick auf Opern mit alttestamentarischen Stoffen in Nürnberg viel diskutiert wurde, stellt jedoch gerade das Komödiantische von Wagners „Meistersingern“ in den Mittelpunkt seiner Inszenierung.

Denn hinter Wagners Auseinandersetzung um Kunst, Liebe und Bürgerlichkeit schimmert immer wieder das Vorbild seiner Lieblingskomödie „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare durch.

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