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erinnert an einen Hollywood-Thriller

Staatstheater Nürnberg: Die Götter weinen - Dennis Kellys jüngstes und radikalstes Theaterstück am 22.10.2011

Das Firmenoberhaupt Colm hat mit aller Härte aus einem drittklassigen Unternehmen einen Weltkonzern geformt. Nach 30 Jahren Arbeit ist für ihn die Zeit gekommen, das Firmenimperium „Argeloin“ unter den beiden geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern Richard und Catherine aufzuteilen. Bewusst übergeht er dabei seinen eigenen Sohn Jimmy, da er ihn für einen Versager und Schwächling hält.

Doch zwischen den neuen Vorstandsmitgliedern kommt es zu einem erbitterten Machtkampf, den die von Richard konsultierte Astrologin nur mit dem Wort „Krieg“ beschreiben kann. Aus dem Traum von uneingeschränkter Macht und Reichtum wird ein nicht enden wollender Albtraum. Aus der Aufteilung eines Konzerns wird ein brutales Gemetzel, ein Zweifrontenkrieg, in dem die Welt dem Untergang geweiht scheint.

In einem steinzeitlichen Abgesang oder einer Endzeitstimmung am Lagerfeuer treffen Colm und Barbara, die Tochter eines ehemaligen Konkurrenten, aufeinander. Der Krieg hat aus den Menschen wieder Jäger und Sammler gemacht, die sich von Blättern und wilden Tieren ernähren. Am Lagerfeuer sitzend, keimt ein Rest von Menschlichkeit auf, und ein zivilisatorischer Neuanfang scheint in greifbarer Nähe. Doch dann kommt Jimmy zurück, der die Alleinherrschaft fordert und erkennen muss, dass er schon längst wie sein Vater geworden ist ...

Nach der deutschen Erstaufführung von „Waisen“ zeigt das Staatstheater Nürnberg Dennis Kellys jüngstes und radikalstes Theaterstück, das in seiner spielerischen Wucht an William Shakespeares Dramen oder so manchen Hollywood-Thriller denken lässt.

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Staatstheater Nürnberg
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90443 Nürnberg

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