»Ein musikalischer Geniestreich«, jubelte die Süddeutsche Zeitung 1990 – als THE BLACK RIDER in Hamburg uraufgeführt wurde. Tom Waits musikalischer Ideenreichtum in einer ungeheuren Bandbreite an Musikstilen vereint sich hier mit den düsteren kraftvollen Texten des großen Dichters der Beat-Generation William S. Burroughs und gibt der romantischen deutschen Volkssage, die Carl Maria von Weber 1821 zu seiner Oper DER FREISCHÜTZ inspiriert hatte, ein völlig neues Gesicht.
Der etwas unbeholfene Wilhelm kann die Liebe der schönen Försterstochter Käthchen nur erlangen, wenn er sein Können mit der Flinte beweist. Sein Widersacher ist der Jägerbursche Robert, ein echter Kerl und treffsicherer Schütze, dessen Devise lautet: »Wer denkt, taugt nicht als Mann!« Der arme Wilhelm holt sich daraufhin Hilfe beim teuflischen Pegleg, dem Hinkefuß, der ihm Zauberkugeln verspricht, die nie ihr Ziel verfehlen. Wilhelm ist plötzlich ein geachteter und bewunderter Schütze. Er ist überglücklich. Doch wie immer hat Magie ihren Preis – einen hohen Preis. Die siebte und letzte Kugel darf nämlich Pegleg ins Ziel lenken …
Erfrischend ist der amerikanische Blick auf die dunkle deutsche Wald- und Wiesenromantik. Die Karlsaue in Kassel bietet diesem Musical eine geradezu kongeniale Atmosphäre: Im Licht der Scheinwerfer verwandeln sich die bekannten Bäume und Freiflächen in den sagenumwobenen Wald des Pegleg und zu den Liedern und rockigen Balladen von Tom Waits taucht man tief in die deutsche Volkssage über die Zauberkugeln ein.
Dass »The Black Rider« am 17. Juni 2011 in der Karlsaue Premiere feiern kann, wird möglich durch die großzügige Unterstützung der K+S Aktiengesellschaft.
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