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"Solo für..." - Gülsün Karamustafa "Etiquette" - Die Reihe verweist so auf die kontinuierliche Künstlerförderung durch die ifa-Galerie Berlin seit 1991

Die Ausstellung der türkischen Künstlerin bildet den Auftakt der Reihe "Solo für…", die künftig jährlich Künstlerinnen und Künstler präsentiert, die am Anfang ihrer internationalen Karriere, in Ausstellungen der ifa-Galerien vertreten waren.

Die Reihe verweist so auf die kontinuierliche Künstlerförderung durch die ifa-Galerie Berlin seit 1991.

Arbeiten von Gülsün Karamustafa waren bereits 1994 in der Ausstellung "Iskele" und 1999 in "stills, cuts and fragments" in den ifa-Galerien in Berlin und Stuttgart zu sehen. Heute gehört sie zu den wichtigsten Stimmen der türkischen Kunstszene – sie thematisiert Stereotypen der Weiblichkeit und hat gleichzeitig stets das kulturelle Erbe der Türkei im Blick.

Gülsün Karamustafa gestaltet eine raumgreifende Installation mit dem Titel "Etiquette". Sie greift darin das Bild einer Tischgesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts auf und kombiniert es mit Bild- und Textanweisungen aus einer Benimmfibel, die 1923 in der Türkei veröffentlicht wurde.

In diesem historisch anmutenden Salon werden zum einen gesellschaftliche Konditionierungen festgeschrieben, zum anderen geschlechtsspezifische Rollen eingeübt.

Gülsün Karamustafa (1946 in Ankara geboren, lebt in Istanbul) setzt sich in "Etiquette" auf subtile Weise mit einem ihrer zentralen Themen auseinander: Sie reflektiert die – nicht nur weibliche – Identitätsfindung in einer Gesellschaft, die westliche Lebensstile punktuell adaptiert, ablehnt oder modifiziert. Sie hinterfragt Kulturtransfers, kulturelle Differenzen und noch immer wirksame Orientalismen.

Ausstellung:
5. Mai – 26. Juni 2011
ifa-Galerie Berlin, Linienstraße 139/140, 10115 Berlin


info( at )ifa.de

Quelle und weitere Informationen:
http://www.ifa.de/presse/pm/pm...