Gesellschaft Freunde der Künste

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mit zehn jahren den ersten wettbewerb gewonnen

Sol Gabetta: Weltstar zu Gast bei den Pfingstfestspielen in Baden Baden am 7.6.2009

Die argentinische Cellistin Sol Gabetta ist noch keine 30 Jahre alt, kann aber schon auf eine beachtliche internationale Karriere zurückblicken. Mit viereinhalb Jahren hielt sie zum ersten Mal ein zierliches Kinder-Cello in ihren Händen. Sie studierte in Madrid, in Basel sowie bei keinem Geringeren als David Geringas in Berlin. 2004 gelang ihr der internationale Durchbruch, als sie den renommierten Credit Suisse Group Young Artist Award gewann und beim Lucerne-Festival mit den Wiener Philharmonikern unter Valery Gergiev auftreten konnte. Geboren wurde Sol Gabetta 1981 in Cordoba als Tochter französisch-russischer Eltern geboren. Bereits als Zehnjährige gewann sie einen ersten Wettbewerb in Argentinien und erhielt seitdem diverse Auszeichnungen, unter anderem beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau, den Natalia-Gutman-Preis und beim ARD-Wettbewerb in München. Von 1992 bis 1994 war Sol Gabetta Stipendiatin an der „Escuela Superior de Música Reina Sofía“ in Madrid und wechselte anschließend in die Schweiz, um ihre Studien bei Ivan Monighetti an der Musikakademie Basel zu intensivieren. Ihr Konzertexamen machte sie im Jahr 2006 nach weiteren Studienjahren bei David Geringas an der Hanns-Eisler-Musikhochschule in Berlin. In den letzten Jahren gastierte Sol Gabetta beim Orchestre National de Radio France, der Kremerata Baltica, der Tschechischen Philharmonie, den Münchner Philharmonikern, der Wiener Kammerphilharmonie, dem Basler Kammerorchester unter Christopher Hogwood und Paul McCreesh, dem Spanischen Nationalorchester, dem Münchner Kammerorchester und dem National Symphony Orchestra of Washington, mit dem sie im Juni  2008 als Duopartnerin von Yo-Yo Ma Leonard Slatkins „Dialogue for Two Cellos“ unter Leitung des Komponisten spielte. Sol Gabetta nimmt exlusiv für das Label RCA (SonyBMG Classical) auf. Ihre erste CD mit Werken von Tschaikowsky, Saint-Saens und Ginastera, aufgenommen mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Ari Rasilainen, eroberte auf Anhieb einen Spitzenplatz in den deutschen Klassikcharts und machte sie zur Preisträgerin des Echo Klassik 2007 als Instrumentalistin des Jahres. Ihre zweite CD mit Vivaldi Konzerten, die sie gemeinsam mit dem italienischen Ensemble Sonatori de la Gioiosa Marca aufnahm, erschien im September 2007 und hielt sich über ein halbes Jahr in den deutschen Klassik-Charts. Im September 2008 veröffentlichte RCA zwei CDs mit Sol Gabetta: zum einen Schostakowitschs Cello-Konzert Nr. 2, zum anderen die CD „Cantabile“ mit Opern-Arien und Liedern u.a. von Offenbach, Bizet und Tschaikowsky in neuen Bearbeitungen für Cello und Orchester. Sol Gabetta spielt, dank eines großzügigen privaten Stipendiums von Hans K. Rahn, eines der seltenen und kostbaren Violoncellos von G.B. Guadagnini von 1759. Seit Oktober 2005 unterrichtet sie an der Musik Akademie Basel. Zusammen mit ihrer Klavierpartnerin, der lettischen Pianistin Lauma Skride, einer Schwester der bekannten Geigerin Baiba Skride, spielt Sol Gabetta in unserer Sonntags-Matinee unter anderem die ebenso virtuose wie melodiöse Cellosonate op. 119 von Sergej Prokofjew sowie ein Stück des argentinischen Komponisten Alberto Ginastera. Die Pianistin Lauma Skride wurde 1982 in Riga als jüngste von drei Schwestern einer lettischen Musikerfamilie geboren. Im Alter von fünf Jahren begann sie, Klavier zu spielen und wurde später Schülerin von Anita Paze an der Musikhochschule Emil Darzins in Riga. Abschließend studierte sie in der Klasse von Prof. Volker Banfield an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit ihrem elften Lebensjahr führten Konzertreisen und zahlreiche internationale Wettbewerbe Lauma Skride in alle Welt. Einem breiteren Publikum wurde Lauma Skride zunächst durch Konzerte im Duo mit ihrer Schwester, der Geigerin Baiba Skride, bekannt. Die internationale Musikwelt wurde schnell auch auf ihre solistischen Qualitäten aufmerksam, es folgten Einladungen u.a. zu den Bachtagen Potsdam, zum Staatsorchester Hannover, zu den Hamburger Symphonikern, zum Staatsorchester Wiesbaden sowie zu Konzerten und Rezitalabenden nach England und Spanien. Lauma Skride verfügt über ein reiches Repertoire, Konzerte von Bach und Mozart stehen ebenso auf ihrer Liste wie Konzerte von Ravel, Rachmaninoff und Szymanowski. Ein nicht geringer Teil ihres künstlerischen Schaffens ist der Kammermusik vorbehalten, regelmäßig konzertiert sie in Solo- und Kammermusikabenden (u.a. im Trio mit Baiba Skride und der Cellistin Sol Gabetta) in der ganzen Welt.


FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN
Sol Gabetta, Cello
Lauma Skride, Klavier
 
Sonntag, 7. Juni 2009, 11 Uhr

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 D-Dur Op. 58

Sergej Prokofjew:
Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur Op. 119

Alberto Ginastera:
Pampeana Nr. 2 Op. 21, Rhapsodie für Violoncello und Klavier

Im Anschluss findet ein Künstler-Gespräch im Foyer statt.


Informationen und Eintrittskarten unter 07221-3010-101
www.festspielhaus.de

Siehe hierzu auch unsere Musik -und Konzertempfehlung.