Es gibt einen Mann, der alles wissen will, und eine Frau, die heimlich Blumen streut. Eine andere Frau hat einen Schneemann in der Kühltruhe, noch eine andere stolpert ständig. Es gibt einen Mann, der die Frau mit der Lücke zwischen ihren Vorderzähnen sucht, in die er sich in der U9 verliebt hat. Das war vor Jahren. Es gibt einen Mann, der seinen Goldfisch liebt, einen anderen, der vor kleinen Vögeln Angst hat, und einen mit einem eisernen Gesicht. Es gibt über 3,4 Millionen Menschen in Berlin.
DIE WAHL DER FANTASTISCHEN MÖGLICHKEIT erzählt davon, wie Privatleben öffentlich gemacht wird. Man wird zum Zeugen des Privatlebens hunderter Menschen gemacht, auch wenn man es gar nicht möchte. Und gleichzeitig ist es möglich, von so vielen Menschen umgeben zu sein, und niemanden zu kennen. Es geht um die Einsamkeit der Stadtmenschen.
DIE WAHL DER FANTASTISCHEN MÖGLICHKEIT ist eine one-woman-show aus Schauspiel, Figurenspiel und Video. Autorin und Schauspielerin ist die Südafrikanerin Yvette Coetzee, die vorher bei der international angesehenen Handspring Puppet Company spielte. Regie führt Hendrik Mannes, der u.a. am Rudimentär Theater Berlin wirkte und bereits mit Peter Brook zusammenarbeitete.
"Tagein, tagaus sind sie mit der U-Bahn unterwegs - ohne je wirklich an ihr Ziel zu kommen...Großstädter auf der Suche nach Liebe, nach einem Sinn, nach einem Gegenüber...Coetzee versucht in ihrer Solo-Performance... dieses Großstadtdickicht zu durchdringen. Sie begibt sich in die Abgründe der Berliner U-Bahn und der menschlichen Seele. Coetzees Bühnenmärchen seziert nuancenreich und wortgewandt den Zustand paarungswilliger, aber -unfähiger Großstädter und hält unserer anonymisierten Gesellschaft augenzwinkernd den Spiegel vor." (Nürnberger Zeitung)
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Öffentlichkeitsarbeit im Societaetstheater
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