Vor fast 50 Jahren experimentierten bildende Künstler erstmals mit Videokamera und Monitor. Seither ist Video als Medium nicht mehr aus der zeitgenössischen Kunst wegzudenken. Das Kunstmuseum Stuttgart widmet den Möglichkeiten des bewegten Bildes erstmals eine große Sonderausstellung. Gezeigt werden ausgewählte, raumgreifende Videoinstallationen aus der bedeutenden Sammlung der Kunsthalle Bremen.
Die früheste Arbeit in der Ausstellung stammt von dem amerikanischen Videopionier Peter Campus. Ganz im Zeichen des sinnlichen Erlebens steht 'Delphine', eine Mehrfachprojektion der Künstlerin Diana Thater: Die Amerikanerin verwandelt den Zentralraum im Herzen des Kubus in ein stockwerkübergreifendes Aquarium. Eigens für die Stuttgarter Ausstellung inszeniert der Schweizer Künstler Yves Netzhammer mithilfe seiner Animationsfilme und Wandzeichnungen einen rätselhaften Bilderkosmos.
Mit zwei Videoarbeiten ist der Südafrikaner William Kentridge in der Sonderschau vertreten. Er schafft mit Kohlestift und Radiergummi Zeichentrickfilme, die auf sehr persönliche Weise Geschichte und Identitätsfindung des afrikanischen Kontinents ins Bild setzen. Ergänzt werden diese Positionen durch Werke von Jon Kessler, Ulla von Brandenburg, Bjørn Melhus, Astrid Nippoldt und Clemens von Wedemeyer.
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