Die Galerie Wilma Tolksdorf präsentiert mit der Ausstellung "Pink turns to Grey" aktuelle Arbeiten von Silke Wagner aus den Jahren 2008/2009.
Das Werk von Silke Wagner umfasst sowohl formal als auch thematisch sehr heterogene Arbeiten. Ihr konzeptueller Ansatz vereint auf der einen Seite die verschiedensten künstlerischen Medien miteinander und bewegt sich doch auch außerhalb genuin künstlerischer Aktionsfelder.
Kennzeichnend für Silke Wagners Arbeitsweise ist die Überführung von politisch oder gesellschaftlich relevanten Themen in einen künstlerischen und ästhetischen Kontext. Oft arbeitet die Künstlerin in einer kollaborativen Praxis mit gesellschaftspolitisch arbeitenden Gruppen oder Initiativen zusammen und thematisiert mit ihren Projekten soziale, politische oder ökologische Entwicklungen. Ihre Intention ist es, öffentliche Kommunikationsprozesse zu aktivieren und Angebote zur Interaktion zu schaffen.
Die Ausstellung "Pink turns to Grey" zeigt eine raumgreifende Installation aus verschiedenen Einzelarbeiten, die sich mit den eingeschriebenen Codes von Mode und ihren Rollenzuschreibungen auseinandersetzen. Die Skulptur "Angela Emma Marlene Petra Rosa" - entstanden für das Sprengel Museum Hannover - besteht aus einem Paravent, dessen Vorderseite verspiegelt ist.
Auf der Spiegelfläche sind die Namen von fünf weiblichen Protagonistinnen zu lesen, die eine wichtige Rolle für die Emanzipation der Frauen spielten: Angela Davis, Emma Goldman, Marlene Dietrich, Petra Kelly und Rosa Parks.
Die ausgewählten Kleidungsstücke (z.B. ein Smoking, ein Sweatshirt mit dem Aufdruck "lieber heute aktiv als morgen radioaktiv") stehen stellvertretend für diese Frauenfiguren. Silke Wagner ließ sie von einer Schneiderin in ihrer eigenen Größe nachproduzieren.
Zu den weiteren Arbeiten der Ausstellung gehört eine Serie von Lithografien und von Wandarbeiten, bestehend aus Zitaten der zuvor genannten Bürgerrechtlerinnen Davis und Parks, der Schauspielerin Dietrich sowie der Anarchistin Goldman. Die Tapete "Vivienne" besteht aus kleinformatigen Siebdrucken, die ein Tartan (Schottenkaromuster) zeigen, welches sich aus vielen ineinander greifenden Händen zusammensetzt - der Händedruck als internationales solidarisches Symbol.
Silke Wagner wurde 1968 in Göppingen geboren. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenaus-stellungen vertreten, u.a. im Rooseum Malmö, dem Lentos Kunstmuseum Linz, der Generali Foundation Wien, den skulptur projekten münster 07, dem n.b.k. Berlin, dem Sprengel Museum Hannover sowie der Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main. Seit Oktober 2009 ist in München ein öffentliches Denkmal für Georg Elser (Widerstandskämpfer und Hitlerattentäter), eine Lichtinstallation von Silke Wagner, zu sehen. 2010 wird die Künstlerin im Oldenburger Kunstverein ausstellen und im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 an der Ausstellung emscherKUNST 2010 teilnehmen.
Silke Wagner lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
Dauer der Ausstellung bis zum 6.2.2010
Kontakt
Galerie Wilma Tolksdorf Berlin
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Öffnungszeiten
Di - Sa 11 - 18
Links
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