Eine Meldung im „Spiegel“ im Jahr 2000: Zwei junge Leute, Mann und Frau, verabreden sich über das Internet zum gemeinsamen Selbstmord. Sie treffen sich am Prekestolen-Felsen, einer der beliebtesten Touristenattraktionen Norwegens – und springen. 600 Meter in den Tod. Der Schweizer Autor Igor Bauersima liest die Nachricht und nimmt sie als Anlass zur Auseinandersetzung mit der sogenannten Jugend von heute, mit Sinn und Sinnlosigkeit ihres Lebens.
Bei Bauersima sind es Julie, 20, und August, 19, die sich zum gemeinsamen Ende treffen. Sie zelten am Abgrund, warten auf den Moment. Aber vor dem Tod steht das Spiel: Mit einer Videokamera nehmen die beiden sich gegenseitig auf. Es soll ihre letzte Botschaft für die Nachwelt sein, aber mehr und mehr sind sie voneinander fasziniert. „Es könnte sein, dass wir soeben von einem Glück getroffen wurden, von dem wir uns nicht so schnell erholen werden.“wurde weltweit an mehr als 100 Theatern gespielt. Bauersima ist ein Werk gelungen, in dem sich Jugendliche in ihrer Aussichtslosigkeit und ihren Hoffnungen wiederfinden. Das Schauspiel Dortmund nimmt norway.today als Ausgangspunkt für das Projekt mit jugendlichen Laien. Zehn junge Menschen treffen sich, um über Ende oder Anfang zu entscheiden. Zehn junge Menschen erforschen ihre Sehnsüchte und ihre Ängste – am Abgrund.
Projekt mit jungen Laien nach Igor Bauersima
Termin: Theater Dortmund www.theaterdo.de 14. und 17.6.2009

