Musik des Frühbarock gibt es in diesem Sommer zum Ausklang der „12. Wilhelmshöher Schlosskonzerte“ von hr2-kultur. Unter dem Motto „Sehnsucht nach dem Süden“ geht es am Samstag, 9. Juli, 20 Uhr, und am Sonntag, 10. Juli, 17 Uhr, um die Einflüsse italienischer Kompositionskunst auf das Werk von Heinrich Schütz. Beide Konzerte finden im Ballhaus am Schloss Wilhelmshöhe in Kassel statt.
Heinrich Schütz wurde im Jahr 1609 von Landgraf Moritz von Hessen-Kassel zur Vervollständigung seiner Ausbildung nach Venedig gesandt, wo er sich als Meisterschüler von Giovanni Gabrieli vervollkommnete. 1628 brach er noch einmal zu einer Italienreise auf, um weitere Impulse für seine Arbeit zu sammeln. Das Konzertprogramm umfasst – neben Kompositionen von Schütz – Werke jener italienischer Komponisten, die den Musiker aus Deutschland bei seinen beiden Reisen nachhaltig beeinflussten. Dazu zählt neben Gabrieli auch Claudio Monteverdi.
Gestaltet werden die Konzerte von Sopranistin Monika Mauch und dem Kölner Ensemble „CordArte“. Mauch trat bereits unter der Leitung von Dirigenten wie Roland Wilson, Manfred Cordes oder Philippe Herreweghe und zusammen mit Ensembles wie „Cantus Coelln“ oder „Collegium Vocale Gent“ auf. „CordArte“ vereint mit Daniel Maria Deuter (Violine), Heike Johanna Lindner (Viola da gamba) und Markus Märkl (Cembalo und Orgel) drei Spezialisten auf dem Gebiet der „historischen Aufführungspraxis“.
Die „Wilhelmshöher Schlosskonzerte“ im Juli werden von der „Kassel Bank eG“ unterstützt. Eine Aufzeichnung wird zu einem späteren Zeitpunkt auf dem Sendeplatz „Das Musikereignis“ in hr2-kultur ausgestrahlt.
Karten zu 20 Euro, für Schüler und Studenten zu 15 Euro, gibt es bei „Bauer & Hieber“, Telefon 0561/91 888 61, an der Museumskasse im Schloss Wilhelmshöhe, Telefon 0561/316 801 60 (montags geschlossen) und – soweit vorhanden – eine Stunde vor Beginn an der Konzertkasse. Die Konzertkarte ermöglicht zwei Stunden vor und nach der Veranstaltung die kostenlose Nutzung von Bussen und Bahnen im „KasselPlus-Gebiet“.

