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rund 50 Veranstaltungen im unvergleichlichen Ambiente

Schwetzinger SWR Festspiele 2010 - Mit über 450 Künstler aus 31 Ländern

Vom 23. April bis zum 13. Juni 2010 laden die Schwetzinger SWR Festspiele zur 59. Festspielsaison ein und versprechen ein abwechslungsreiches Programm von höchster Qualität. In rund 50 Veranstaltungen im unvergleichlichen Ambiente des Schwetzinger Schlosses, des Doms zu Speyer und in der Dreifaltigkeits­kirche Speyer sind über 450 Künstler aus 31 Ländern zu erleben.

Die Schwetzinger SWR Festspiele sind und waren nie ein monothematisches Festival, sondern leben von thematischen Inseln und vielfältigen Kontrasten. Der mit 17 Veranstaltungen größte Themenschwerpunkt der kommenden Festspiele trägt den Titel Mare Nostrum – Klangraum Mittelmeer.

Die Besonderheiten des mediterranen Kulturraums, das Neben- und Miteinander der christlichen, islamischen und jüdischen Kultur schlagen sich im faszinierenden Kaleidoskop mit Werken aus eintausend Jahren Musikgeschichte nieder. Zu hören sind internationale Ensembles und Solisten wie Jordi Savall, Christina Pluhar, ihr Ensemble L’Arpeggiata, die Sizilianerin Etta Scollo und viele mehr.

Einem Sizilianer ist das diesjährige Komponistenporträt „Der andere Klang“ gewidmet. Salvatore Sciarrino, einer der originellsten und bedeutendsten zeit­genössischen Komponisten, ist durch seine drei erfolgreichen Opernuraufführungen dem Schwetzinger Publikum bestens bekannt.

Dieses Mal steht sein instrumentales und chorisches Schaffen im Vordergrund, das u.a. vom ensemble recherche sowie von der Deutschen Radio Philharmonie, den Neuen Vocalsolisten Stuttgart und der Geigerin Carolin Widmann präsentiert wird.

Auch Heinrich Schiff und Christoph Prégardien sind regelmäßig zu Gast bei den Schwetzinger SWR Festspielen. Heinrich Schiff, der Doyen unter den Cellisten, kehrt in dieser Saison mit der jungen Pianistin Polina Leschenko zurück und ist an zwei Abenden zu hören.

Der Tenor Christoph Prégardien, seit vielen Jahren einer der bedeutendsten Vertreter des Liedgesangs, gastiert gleich drei Mal im Schwetzinger Schloss als Schubert-, Mahler- und vor allem Schumann-Interpret.

2010 feiern die Schwetzinger SWR Festspiele den 200. Geburtstag von Frédéric Chopin und Robert Schumann. Teile aus deren Klavierwerken werden von vier Top-Pianisten – Elisabeth Leonskaja, Nelson Freire, ValeryAfanassiev und Nikolai Demidenko – vorgestellt.

Mit dem Schwerpunkt „Brahms und Bartók – Die Streichquartette“ steht ein weiteres Komponistenpaar im Fokus der kommenden Festspielsaison. Die Gegen­überstellung von zwei musikalischen Ideenwelten durch vier der besten Quartett­ensembles der jüngeren Generation, u.a. das Jerusalem Quartet und das Bennewitz Quartett, verspricht ungewöhnliche Konzertabende.

Internationale Preisträger und Nachwuchskünstler sind jedes Jahr im Rahmen der „Schwetzinger Matineen“ zu hören. Das Festspielpublikum darf sich 2010 u.a. auf die hohen Klavierbegabungen Yuja Wang und Joseph Moog freuen.

Die 21. „Woche der Begegnung junger Musiker“ steht im Zeichen des Gastlandes Türkei. Türkische und deutsche Musik­studenten werden ein breitgefächertes Programm einstudieren und gemeinsam mit den Dozenten die „Lange Nacht im Rokokotheater“ gestalten.

Auch in der Saison 2010 bleiben die Schwetzinger SWR Festspiele ihrer Dramaturgie treu: Altes wiederentdecken, Neues initiieren, dem Nachwuchs eine Chance. Der Kontrast von Altem und Neuem spiegelt sich besonders in den beiden Opernproduktionen wider. Michael Jarrells Uraufführungs-Werk „Le Père“ liegt ein Prosatext Heiner Müllers zugrunde.

Dem gegenüber steht ein Künstler des 18. Jahrhunderts, der heute fast vergessen scheint: André-Ernest-Modeste Grétry. Beide verbindet der Bezug zu Frankreichs Musikkultur. Mit seiner Oper „Andromaque“ greift Grétry auf Racines Drama zurück und spinnt so die große klassizistische Tradition Frankreichs fort.

Michael Jarrell, in der französischen Schweiz geboren, schlägt mit dem auto­biographischen Text Müllers den Bogen zu einem Wendepunkt europäischer Geschichte zwischen Nationalsozialismus und beginnendem Sozialismus im geteilten Deutschland.

Sämtliche Konzerte der Schwetzinger SWR Festspiele werden von SWR2 aufge­zeichnet. Vom 2. bis zum 8. Juni 2010 wird SWR2 die Konzerte live aus Schwetzingen senden. Außerdem wird SWR2 zusätzlich circa ein Dutzend Radio­sendungen zum Thema Schwetzinger SWR Festspiele ausstrahlen.

Karten für die Schwetzinger SWR Festspiele 2010 sind seit Montag, 7. Dezember 2009 über den SWR2 KulturService, Telefon 07221 / 300 200, online unter www.schwetzinger-festspiele.de sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen erhält­lich. Das vollständige Festspielprogramm finden Sie im Übersichts-Folder und in der Programmbroschüre.

Beide Publikationen liegen an den Vorverkaufsstellen aus und stehen auf der Homepage zum Download bereit. Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich über das Festspielbüro (Telefon: 07221 / 929-4990, Fax: 07221 / 929-4995, e-mail: schwetzinger-festspiele@swr.de).

Mariam Ilbertz

Schwetzinger SWR Festspiele GmbH
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