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Premiere: Sonntag, 21. Februar 2010, 18.00 Uhr

„Schwestern“ feiert Premiere - Nach „norway.today“ inszeniert Oda Zuschneid erneut am Jungen Staatstheater

Am kommenden Sonntag, den 21. Februar 2010 steht um 18.00 Uhr die nächste Premiere des Jungen Staatstheaters mit „Schwestern“ eine eindringliche und humorvolle Geschichte über Abschied nehmen auf dem Spielplan. Oda Zuschneid inszeniert das Stück von Theo Fransz für alle ab acht Jahren.

Eine letzte Nacht haben Mathilde und ihre geliebte Schwester Zus, um voneinander Abschied zu nehmen. Ein Abschied, der ihnen verwehrt blieb, da Zus durch ein tödliches Unglück gewaltsam von ihrer Familie getrennt wurde. Seitdem besucht sie Mathilde Nacht für Nacht in deren Fantasie.

In gemeinsamen Gesprächen und Spielen verarbeitet Mathilde ihren Schmerz, ihre Angst, ihre Sehnsüchte und Schuldgefühle. Zus bringt sie dabei wie immer zum Lachen, macht sie wütend, lässt sie mit ihrer poetischen Erzählung von einer Existenz nach dem Tod staunen und spendet ihr Trost.

In seinem behutsamen Drama setzt der niederländische Autor Theo Fransz der Sprachlosigkeit über den Verlust eines geliebten Menschen die Kraft der Erinnerung entgegen. Ein Stück, das uns im Wechselspiel von Tragik und Komik mit unserer Sterblichkeit konfrontiert und ein Plädoyer für das Erinnern an unsere Verstorbenen. Und nicht zuletzt eine Liebeserklärung an das Leben.

Oda Zuschneid ist seit 2004 Mitglied des bestehenden Kollektivs Potemkin Express und wurde 2006 mit dem Folkwangpreis für Theater und Tanz ausgezeichnet. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin (u.a. als Ensemblemitglied des Jungen Staatstheaters) führt sie nach norway.today zum zweiten Mal Regie am Jungen Staatstheater.

Noch mal zum Stück:

Mathilde hat ihre jüngere Schwester Zus vor vierzig Tagen durch ein Unglück verloren: Hilflos hat sie mit ansehen müssen, wie ihre beste Freundin, engste Vertraute und ideenreichste Spielkameradin von einem Zug überfahren wurde. Die Eltern verdrängen das tragische Ereignis, doch Mathilde will Zus nicht einfach loslassen.

In ihrer Vorstellung besucht Zus sie jede Nacht, sie toben, albern, schwatzen. Die Vertrautheit und die gemeinsame Erinnerung an schöne Momente helfen Mathilde, den Verlust und die Schuldgefühle zu verarbeiten. Ganz allmählich schafft sie es so, Lebewohl zu sagen und die Erinnerung an Zus lebendig zu erhalten, ohne dass Verzweiflung und Schmerz überwiegen.

Nicht selten wird der Tod gegenüber Kindern tabuisiert und ihnen entweder von Erwachsenen ein Schonraum zugewiesen oder die Fähigkeit zum Erleben von Trauer abgesprochen. Das Stück von Theo Fransz greift das Thema ohne falsche Sentimentalität auf und schafft einfühlsam einen Raum für die Fragen, mit denen Kinder in diesem Zusammenhang oftmals allein gelassen werden.

Der niederländische Autor, Regisseur und Schauspieler Theo Franzs gehört zu den wichtigsten Kinder- und Jugendtheatermachern und war Gründer und Leiter des international viel beachteten ,Het MUZ Theater’ in Amsterdam.

Seit 2001 arbeitet er frei. Seine Stücke und Inszenierungen bestechen durch Poesie, Humor und Lebendigkeit. Dem Wiesbadener Publikum ist er durch seine Inszenierung ,Der Alchimist’ bekannt.

Von Theo Fransz

Premiere

Sonntag, den 21.02.2010, 18.00 Uhr

Studio

Regie

Bühne

Kostüme

Dramaturgie

Eva Bormann

Mit:

Gergana Muskalla

Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Pressereferat
Christian-Zais-Str. 3
65189 Wiesbaden
 
Ansprechpartner:
Andrea Bartsch
Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fon +49 (0)611-132 329
Fax +49 (0)611-132 307
pressereferat@staatstheater-wiesbaden.de
 
Martin Kaufhold
Theaterfotograf
Fon +49 (0)611-132 413
m.kaufhold@staatstheater-wiesbaden.de

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