Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

in der Kirche St. Cosmae, Cosmaekirchhof, Stade

Schwedenspeicher im Exil - Ausstellungsstücke aus dem Schwedenspeicher Museum zu Gast an anderen Orten

das hört sich dramatisch an und klingt nach Flucht und Vertreibung. Und tatsächlich befinden sich viele der kostbaren historischen Exponate aus dem Schwedenspeicher Museum zurzeit nicht in ihren Vitrinen in den Ausstellungsräumen, sondern stehen verpackt in Kisten und Kästen im Museumsdepot. Dort erwarten sie ihre Rückkehr in die neu gestalteten Museumsräume. Am 29. Mai 2011 wird das Schwedenspeicher Museum nach einer 8monatigen Umbauphase wieder eröffnet mit einer neuen Ausstellung zur Stadtgeschichte sowie einer großen Präsentation zur Hansezeit.

Um die Wartezeit bis zur Wiedereröffnung abzukürzen und die wertvollen Stücke schon vorab wieder ans Licht zu holen, werden besondere Objekte aus der Stader Stadtgeschichte an 18 verschiedenen öffentlichen Orten in Stade ausgestellt. Sechs Wochen lang werden die Exponate an ungewohnten, aber auch nicht ganz fremden Ort präsentiert. Denn die ausgestellten Stücke haben alle etwas mit ihrem neuen Präsentationsort zu tun.

So findet sich eine Stader Elle bei einem Stader Herrenausstatter, der Mantel eines hannoverschen Postillons in der Postfiliale, die mittelalterlichen Schuhe im Schuhgeschäft und die Skulptur der Heiligen Gertrud kommt in die Getrudenkapelle der St. Cosmae-Kirche. Auf diese Weise können die Stader ihre Lieblingsobjekte an einem ungewöhnlichen und zugleich vertrauten Ort erleben und sich schon mal darauf einstimmen, dass Ende Mai nicht nur die Museumsexponate, sondern auch die Besucher wieder in den neu gestalteten Schwedenspeicher zurückkehren können.

Am Freitag, dem 1. April 2011, um 11:00h wurde „Schwedenspeicher im Exil“ in der St. Cosmae-Kirche eröffnet. Der Direktor der Museen Stade, Dr. Sebastian Möllers und der Museumspdagoge Hans-Georg Ehlers werden das Projekt vorstellen.

Zum Schwedenspeicher Museum

Im Zentrum der malerischen Hansestadt Stade erhebt sich das Schwedenspeicher-Museum über dem alten Hafen. Das ehemalige schwedische Provianthaus ist über 300 Jahre alt und beherbergt heute eine umfangreiche archäologische Sammlung zur Stadt- und Regionalgeschichte. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen können Besucher das Haus ab dem 29. Mai wieder erkunden.

Ein wichtiger Schwerpunkt der neuen Ausstellung wird der Hansezeit gewidmet sein, ausgehend von der Stader Stadtgeschichte wird die Epoche dieser berühmten Handelsvereinigung übergreifend dargelegt und multimedial erläutert. Mit vielen neuen Forschungserkenntnissen zur Geschichte der Hanse bietet die Ausstellung nach über 20 Jahren erstmals einen großen Überblick. Stade kommt dabei nicht zu kurz, die Präsentation belegt deutlich welche Rolle die Stadt damals innerhalb der Hanse spielte und wie exemplarisch diese Position gewesen ist. Auch die spektakulären Hafenfunde werden in der interaktiven Ausstellung dauerhaft präsentiert sein.

 

Regina Wetjen |presse@museen-stade.de  | t +49 (0) 4141 32 22