Fünf Monologe. Portraits von Frauen aus der Mitte der Gesellschaft, geprägt von ihrer Umgebung, in ihrer Suche nach Identität. Aber sie sind so ganz anders, als es den Anforderungen und den Erwartungen entspricht. Sie suchen den Schmerz weiterzugeben, nicht die Freude.
Feridun Zaimoglu hat in Berlin junge muslimische Frauen interviewt und ihre Lebensberichte zu zehn messerscharfen Monologen geformt. Mit fünf dieser Monologe (Schwarze Jungfrauen I) war das Westfälische Landestheater bereits bei den Interkulturellen Wochen 2007 im Theater Duisburg zu Gast. Für das Theatertreffen 2009 entstehen nun in Koproduktion die weiteren Monologe des Stückes. Am 01.05.2009 um 18.30 Uhr sind zum ersten Mal alle Monologe an einem Abend zu sehen.
Fünf Frauen verweigern sich radikal einer westlichen Kultur, die sie permanent mit (Vor-)Bildern zuballert und in Rollenbilder zwängen will. In der es nur Oberfläche und (männliche) Klischees gibt. Der Islam ist ihre Waffe, die mit Gewalt und Zitaten aufgeladene Sprache ihre Munition. Und sie feuern schneller, als Mann schauen kann. Radikalisierung ist für die "Schwarzen Jungfrauen" die einzige Möglichkeit, ihre Sehnsüchte auszuleben - nicht passiv zu bleiben, nach weiblicher Selbstbestimmung zu suchen. taz
Ab 24.4.bis 16.5.2009 im Theater Duisburg www.theater-duisburg.de
Theater Duisburg in Koproduktion mit dem Westfälischen Landestheater, Castrop-Rauxel

