Drei Konzerte gibt András Schiff im Rahmen seiner Residenz in der Philharmonie. Ein reines Klavierrecital darf dabei natürlich nicht fehlen. Dass Schiff sich bei diesem Soloabend am Montag, 29. November 2010 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal ausschließlich Werken von Robert Schumann widmet, ist keine Überraschung:
Der Komponist wäre in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden. Ein rundes Jubiläum, das András Schiff gerne mitfeiert – und zwar keineswegs nur aus opportunistischen Gründen. Schumanns tiefgründige und pianistisch anspruchvolle Klaviermusik gehörte schon immer zum festen Repertoire des Ungarn.
Doch auch hier darf man Johann Sebastian Bach als Bezugspunkt nicht aus den Augen verlieren – jenen Komponisten also, den Schiff in den vergangenen Jahren ganz ohne Frage ins Zentrum seiner Konzerttätigkeit gestellt hat. Der große Barockmeister ist für Schiff einfach das Maß aller Dinge.
„Ich denke, dass alle große Musik nach Bach irgendwie einen Bezug zu Bach hat“, sagt Schiff, „und deshalb haben Komponisten wie Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Debussy oder Bartók immer mit Bach zu tun.“ Gerade auf Schumanns Musik trifft diese Feststellung sicher in besonderer Weise zu.
Der aus Zwickau stammende und gegen Ende seines Lebens einige Jahre in Düsseldorf lebende Komponist hat sich eindringlich mit Bachs Musik befasst, was sich wiederum in einer dichten, polyphonen Satztechnik niederschlug.
Genau das richtige Terrain also für einen Pianisten, der die Strukturen eines Werkes so wunderbar herausarbeiten kann! Auf dem Programm stehen Schumanns „Waldszenen“, op. 82, die Sonate Nr. 1 fis-Moll, op. 11, die Fantasie C-Dur, op. 17 und Thema mit Variationen Es-Dur, WoO 24 „Geistervariationen“.
Klavierrecital am Montag, 29. November 2010 um 20 Uhr im Alfried Krupp Saal
Karten (Preise (€): 15,- / 30,- / 35,- / 45,- / 50,- / 55,- zzgl. VVK-Gebühr) und Infos unter T 02 01 81 22-200, T 01 80 59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.
Anke Meis
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