»Glaubst du nicht, dass ein einziges, allerwinzigstes Verbrechen durch Tausende von guten Taten wettgemacht wird?« – Rodion Raskolnikow, ein begabter, aber verarmter Student in Sankt Petersburg, hält sich für ein Genie. Er ist von der Idee besessen, dass sich außergewöhnliche Menschen selbst ihr Gesetz geben und Verbrechen begehen dürfen.
Raskolnikow tötet eine alte Pfandleiherin, weil ihr Leben in seinen Augen nichts wert ist. Er stiehlt ihr Geld, vergräbt die Beute – und fällt in fiebrige Träume. Schon bald wird Raskolnikow verdächtigt und verhört.
Der ermittelnde Staatsanwalt scheint den hitzigen Täter längst durchschaut zu haben und lässt ihn dennoch laufen. Getrieben von Ängsten und Größenwahn irrt Raskolnikow durch die Straßen. Er trifft Trinker, Freunde und Feinde, begegnet seiner Mutter und der Hure Sonja. Die gläubige, junge Frau schenkt Raskolnikow ihre Liebe und drängt ihn, den Mord zu gestehen …
Dostojewskij wurde 1849 wegen Mitgliedschaft in einer revolutionä-ren Gruppe zum Tode verurteilt, kurz vor der Erschießung begnadigt und in ein sibirisches Sträflingslager verbannt. Hier in Sibirien endet auch »Schuld und Sühne« (1866), der vielen als größter Kriminalroman aller Zeiten gilt und die spannende Frage stellt: Gibt es den perfekten und gerechten Mord? Gibt es Umstände, die einen Mord rechtfertigen können? Und wie weiterleben nach einem Mord?
Regie Jan Jochymski
Bühne/Kostüme Thilo Reuther
Dramaturgie Anja Sackarendt
Aufführungen
17.10.2009 19.30 Uhr Premiere
23.10.2009 19.30 Uhr
13, 28.11 2009 19.30 Uhr
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http://de.wikipedia.org/wiki/Schuld_und_S%C3%BChne
http://de.wikipedia.org/wiki/Dostojewski
http://www.russlandjournal.de/buecher/russische-klassiker/fjodor-dostojewski/

