Wir tragen sie täglich. Sie schützen und schmücken uns. Und sie zeigen, wo und wie wir leben und wer wir sind: Schuhe! Doch wann hat der Mensch die Schuhe erfunden und wie hat er sie über Tausende von Jahren weiterentwickelt? Was haben mittelalterliche Schnabelschuhe mit der Manneskraft ihres Trägers zu tun? Und warum sang Elvis Presley über blaue Wildlederschuhe?
Diese und viele andere spannende Fragen beantwortet die internationale Sonderausstellung „schuhtick. Von kalten Füßen und heißen Sohlen." Vom ersten Fußschutz der Menschen über römische Militärsandalen bis zum Designerschuh erzählt die Ausstellung von Schuhgeschichte(n) durch alle Zeiten und über die Kontinente hinweg.
Die Ausstellung präsentiert über 400 Exponate, die zum Teil erstmals öffentlich zu sehen sind. Dabei können Sie aber nicht nur Schuhe anschauen, sondern sie auch „am eigenen Leib" erfahren: Probieren Sie auf dem Laufsteg doch selbst einmal aus, wie man in mittelalterlichen Trippen oder High Heels läuft, und hören Sie an der „Schuhbar" Schuhsongs quer durch die Rock- und Popgeschichte!
Und die Schuhe wandern weiter! Denn nach dem Auftakt im LWL-Museum für Archäologie in Herne machen sie im Überseemuseum Bremen und in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim Station, um auch dort ihre Schuhgeschichte(n) zu erzählen!
Ausstellungsorte und Termine
Übersee-Museum Bremen, 19.9.2009 - 28.3.2010
Durch die einzigartige Kombination von Völker-, Handels- und Naturkunde setzt das Übersee-Museum Ausstellungskonzepte interdisziplinär um. Kulturelle Aspekte werden nicht nur konzeptionell, sodern auch ausstellungstechnisch mit naturwissenschaftlichen Inhalten verflochten.
Das Übersee-Museum Bremen wurde 2005 bei der Vergabe des „European Museum of the Year Award” vom European Museum Forum ausgezeichnet für „seine bemerkenswerte Leistung in der Steigerung der Publikumsqualität seiner Museumssammlungen”.
Das Museum zeigt auf 8.200m2 Dauerausstellung die Inhalte: Ozeanien, Asien, Afrika, Amerika, Evolution, Lebensgemeinschaft Wald, Bremen - Handelsstadt am Fluss.
Reiss-Engelhorn-Museen, 16.5.2010 - 12.09.2010
Die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (rem genannt) haben sich in den letzten Jahren zu einem international agierenden Museumskomplex, herausragenden Ausstellungsstandort und bedeutenden Forschungszentrum entwickelt. Vor allem in den Bereichen Archäologie, Weltkulturen und Fotografie zählen sie zu den bedeutenden Ausstellungshäusern in Deutschland und Europa.
Mit der Neueröffnung der Zeughaussammlungen zur Kunst- und Kulturgeschichte sowie zur Geschichte Mannheims und der Region werden auch diese Fachrichtungen im nationalen und internationalen Museumswesen Beachtung finden. Mit insgesamt 11.300m2 Ausstellungsfläche und ca. 1,2 Mio. Exponaten sind die rem der größte süddeutsche Museumskomplex in kommunaler Trägerschaft.
LWL-Museum für Archäologie, Herne, 6.12.2008 - 5.7.2009
Das LWL-Museum für Archäologie ist das zentrale Schaufenster der Archäologie in Westfalen. Das westfälisches Landesmuseum gehört mit seiner einzigartigen Architektur und Gestaltung zu den modernsten in Europa. Das 2003 in Herne eröffnete Museum begrüßte im Mai 2008 seinen 400.000sten Besucher. Es hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den "red dot: grand prix 2006" für sein Forscherlabor.
Die unterirdisch gelegene, 2.900m2 große Grabungslandschaft zeigt die 250.000-jährige Menschheitsgeschichte in Westfalen. Im Forscherlabor können die Besucher die Methoden nachvollziehen, mit denen Archäologen die Spuren der Vergangenheit erforschen.
Bildnachweise
Schuhe Lotosfuss
Schuhe für den Lotusfuß. In China gab es seit dem 10. Jahrhundert die Tradition adeligen Mädchen im Kleinkindalter die Füße abzubinden, um diese am Wachsen zu hindern. Das Ziel war der sogenannte Goldene Lotus, eine Länge von 7,5 cm. Je kleiner der Fuß, desto höher die Heiratschancen. Erst mit der Gründung der chinesischen Republik wurde dieses Verfahren unter Strafe gestellt. Foto: Überseemuseum/G. Warnke.
Bocholt
Schuhtick zeigt auch Schuhe aus archäologischem Kontext, hier ein gut erhaltener Kinderschuh aus Leder, der in einem Holzbrunnen in Bocholt gefunden wurde, aus dem 15. Jahrhundert. Foto: LWL/Eisenach.
Doc Martens(Oliver Kalus):
Schuhe als Statussymbol: Der "Doc Martens", ursprünglich als bequemer und solider Arbeiterschuh entwickelt, wurde zum Kennzeichen der englischen Skinheads und später zum Symbol der Punkbewegung. Als Kennzeichen verschiedener Subkulturen hat es dieser Schuh geschafft als hipper Modeschuh seit Jahren in Mode zu bleiben. Foto: LWL/O. Kalus.
Attalai Zita Virgin
Dieser Schuh, "Virgin" wurde von der ungarischen Designerin Zita Attalai entworfen. Foto: LWL/S. Brentführer.
Kontakt
Überseemuseum Bremen
Stiftung des öffentlichen Rechts
Bahnhofsplatz 13
28195 Bremen
Tel.: 0421 160 38-101
Fax: 0421 160 38-99
office@uebersee-museum.de
www.uebersee-museum.de
Reiss-Engelhorn-Museen
Zeughaus C5
68159 Mannheim
Tel.: 0621 293 31-50
Fax: 0621 293 9539
reiss-engelhorn-museen@mannheim.de
www.rem-mannheim.de
LWL-Museum für Archäologie
Westfälisches Landesmuseum
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: 02323 94628-24 und -0
Fax: 02323 94628-33
archaeologiemuseum@lwl.org
www.lwl-landesmuseum-herne.de
Links
http://www.schuhtick-ausstellung.de/htcms/de/ausstellung.html

