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Schluss mit Theater-Kürzungen! Mehr Licht für die Zukunft der Kultur in Bonn!

Wie Sie sicher durch zahlreiche Presseberichte erfahren haben, stellt die Stadt Bonn in der aktuellen Diskussion über mögliche Sparmaßnahmen zur Haushaltskonsolidierung insbesondere ihr Theater zur Disposition. Sogar die komplette Schließung von Schauspiel oder Oper wurde von der Stadtverwaltung bzw. vom Oberbürgermeister öffentlich erwogen.

Seit der Jahrtausendwende wurde der Etat von Theater Bonn um mehr als ein Drittel gekürzt. Die Tanzsparte wurde 2008 aufgegeben, die internationale Biennale Bonn findet nicht mehr statt.


Nun sollen dem Theater Bonn ab Mitte 2013 weitere 3,5 Millionen Euro jährlich gestrichen werden, was fast dem gesamten frei verfügbaren künstlerischen Etat für Musik- und Sprechtheater entspricht. Das wäre ein Einschnitt, der der bisher geleisteten Arbeit die Basis entzöge.

Das Theater Bonn hat die bisherigen Kürzungen durch interne Strukturmaßnahmen aufgefangen und seine Qualität erhalten. Die Oper und das Schauspiel genießen einen weit über die Grenzen der Stadt hinaus reichenden hervorragenden Ruf.

Dieses wäre nicht mehr möglich, wenn Hauptspielstätten geschlossen würden und der Spielplan empfindlich reduziert werden müsste.

Nicht das Theater hat schlecht gewirtschaftet, sondern die Stadt, die Steuergelder unverantwortlich in Millionenlöchern versenkte, die mit den vergleichsweise geringen, aber dauerhaft destruktiven Einsparungen bei der Kultur nicht einmal ansatzweise zu stopfen sind.

Und letztlich teuer werden, weil sie andere Etats belasten. Wichtige Angebote zur kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche entfielen, erheblich weniger Menschen aus dem Umland kämen zu Aufführungen nach Bonn. Das Image der Stadt ist jetzt schon durch ständige Chaos-Meldungen beschädigt.

Bonn ist eine wachsende, prosperierende Stadt, eine internationale Stadt mit UN-Institutionen, eine Bildungs- und Wissenschaftsstadt, ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit zwei großen DAX-Unternehmen.

Es ist unwürdig und ein in der überregionalen Presse längst entsprechend kommentierter Skandal, wenn sie jetzt mit der windigen Spekulation auf 'Weltklasse' unter der 'Dachmarke' Beethoven die Fundamente ihrer Kultur aufs Spiel setzt und damit den Geist ihres größten Sohns verleugnet.

Wenn hier, wo der Bund 40 Millionen Euro investierte, damit die ehemalige Bundeshauptstadt ihre Theater nach dem Regierungsumzug erhalten kann, schon die Verwüstung droht, könnte das einen dramatischen Flächenbrand in ganz Deutschland entfachen, dessen lebendige, vielfältige Theaterszene weltweit einmalig ist. 

Damit muss jetzt Schluss sein!

Jeder kann etwas gegen den drohenden Kahlschlag tun!

In allen Spielstätten von Theater Bonn und selbstverständlich auch in der Geschäftsstelle der Theatergemeinde Bonn liegen Unterschriftenlisten aus. Mehr als 6.500 Menschen haben sich dort bereits eingetragen. Und es werden täglich mehr.

Im Internet kann man unterschreiben unter www.jetzt-ist-schluss.theater-bonn.de , was bisher schon fast 10.000 Menschen aus aller Welt getan haben. Auch um zu beweisen, dass das Theater Bonn nicht nur lokal verankert ist, sondern weit darüber hinaus bedeutsam.

Die Website wurde nicht mit städtischen Mitteln eingerichtet, sondern finanziert vom Verein der Opernfreunde Bonn und u.a. unterstützt von der Theatergemeinde Bonn, die für das Impressum verantwortlich zeichnet.


Am Donnerstag, dem 16.Dezember, gibt es eine Demonstration für die Zukunft des Theaters in Bonn! Treffpunkt um 16.00 Uhr vor der Oper. Wir ziehen lautstark und sichtbar (Laternen, Plakate und/oder Gegenstände, die Krach machen, sind erwünscht) zum Stadthaus, wo um 18.00 Uhr eine Ratssitzung stattfindet. Kommen Sie massenhaft! Sie können sich jederzeit in den Protestzug einreihen, der fröhlich und fantasievoll sein soll.

Die Bürgerinnen und Bürger müssen zusammen mit ihren Theaterleuten, Musikern und kreativ Tätigen zeigen, dass sie sich die Vernichtung der gewachsenen, zukunftsweisenden kulturellen Traditionen nicht bieten lassen.

Sie sollten ausdrücklich auch das große Engagement der Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker aller Parteien im Stadtrat unterstützen.
Gemeinsam gegen Vandalismus und Verdummung! Für Lebensqualität und Beethovens Götterfunken!

Damit Bonn strahlt und nicht unvernünftig die Scheinwerfer im Theater ausschaltet!

Über weitere Aktionen informieren wir Sie gern unter www.tg-bonn.de .


Elisabeth Einecke-Klövekorn
Vorsitzende der Theatergemeinde Bonn

Theatergemeinde BONN
Bonner Talweg 10
53113 Bonn
Telefon: 0228 - 91 50 30
Fax: 0228 - 91 50 350
eMail: info@tg-bonn.de