München/Immenstadt, – Egal ob Blumen, Gartenmöbel, Terrassenbau oder Balkonaccessoieres: Pünktlich zum Frühlingsstart zeigt die Gartenmesse „München blüht" von Samstag, 20. April bis Sonntag, 21. April 2013 alles, was das Gärtnerherz begehrt. Die beliebte Gartenmesse lädt in diesem Jahr bereits zum achten Mal auf das Gelände des ehemaligen Jagdschlosses Blutenburg in München-Obermenzing ein: „Die Gartenmesse auf Schloss Blutenburg ist eine besondere Veranstaltung.
Sie ist nicht nur eine Plattform für gartenbauliches Fachwissen, sondern zeichnet sich auch durch das besondere Flair des Schlosses aus, das zum Flanieren einlädt", so Eberhard Fetzer, der Messeveranstalter. Die Gartenmesse mit der besonderen Atmosphäre bietet auch in diesem Jahr wieder ein farbenprächtiges Angebot und nützliche Tipps. Rund 50 Aussteller präsentieren auf Schloss Blutenburg die neuesten Trends rund um das Thema Garten und Balkon.
Alte Gemüsesorten leben wieder auf, schneckensichere Beete werden präsentiert und winterharte Kakteen angeboten. Fachmännische Beratung wird auf der Gartenmesse groß geschrieben: Traditionsunternehmen wie die Mühlbachgärtnerei aus Moosburg an der Isar geben ihr in über 100 Jahren gewonnenes Fachwissen an die Besucher weiter und laden dazu ein, die Vielfalt der Kräuter kennenzulernen. Auch Dekorationsartikel, wie Brunnen, Steinfiguren und Rosenbögen gehören zum Angebot der Messe.
Dazu können sich Besucher über Gartenmöbel in allen möglichen Variationen informieren und sich von verschiedenen Schaugärten inspirieren lassen. „München blüht" stellt aber auch eine Plattform zur Verfügung, um Neuigkeiten und Raritäten aus der Pflanzenwelt kennenzulernen und nützliche Tipps und Tricks von Experten zu bekommen.
Das Thema Gartenbau kommt bei München blüht ebenfalls nicht zu kurz: Die Spezialisten auf der Gartenmesse lösen fast jedes Gartenproblem und sorgen mit individueller Beratung und fachmännischer Planung dafür, dass jeder Garten eine Wohlfühloase wird.
Die Gartentage „München blüht" finden am Samstag und Sonntag, 20. und 21. April 2013, von jeweils 10 bis 18 Uhr, auf Schloss Blutenburg statt.
Erwachsene bekommen eine Tageskarte für fünf Euro, ermäßigt gibt es sie bereits für vier Euro. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei!
Beschreibung und Geschichte
Die Blutenburg ist ein spätgotisches Wasserschloss der Wittelsbacher, das über einer Vorgängerburg aus dem 13. Jahrhundert erbaut ist. Sie wird von der Würm umflossen und ist von einer Ringmauer mit mehreckigen Mauertürmen umgeben. Einst wurden Vor- und Hauptburg durch einen Wassergraben getrennt, wie in der historischen Abbildung zu sehen ist. Bemerkenswert ist heute vor allem die Kapelle, die fast komplett in mittelalterlichem Erhaltungszustand ist. Der idyllische Biergarten im Schlosshof und ein Spaziergang im nahen Park machen einen Ausflug vor allem für Münchner lohnenswert.
Die Burg wird 1432 zum ersten Mal erwähnt, als Herzog Albrecht III. hier eine Urkunde ausstellt. Er war es auch, der sie kurz zuvor zu einem wohnlichen Landsitz ausbauen ließ - um seine bürgerliche Geliebte Agnes Bernauer ungestört treffen zu können. Die Heirat mit ihr war damals ein unglaublicher Skandal, der ein böses Ende nahm: Albrechts Vater ließ Agnes als Hexe bei Straubing in der Donau ertränken, weil er um die Erbfolge fürchtete - ein Sohn der Augsburger Baderstochter wäre nicht als Thronfolger anerkannt worden und Krieg die Folge gewesen. Albrecht wollte sich erst an seinem Vater rächen, versöhnte sich aber später mit ihm, heiratete wieder und bekam drei legitime Thronfolger.
Einer davon, Herzog Sigismund, benutzte die Blutenburg als Rückzugspunkt, nachdem sein jüngerer Bruder Albrecht IV. ihn 1467 aus dem Amt gedrängt hatte. Sigismund ließ 1488 die Kapelle erbauen. In den folgenden Jahrhunderten ist Blutenburg nur noch ein unwichtiges Jagd- und Landschloss, wird aber weiter ausgebaut. Im 18. Jahrhundert bringen die Wittelsbacher Kurfürsten hier ihre Konkubinen unter, später Alterssitz von Klosterschwestern, dann leerstehend und Verfall. Ab 1974 saniert der Schlossverein die Blutenburg, die seit 1983 Sitz der Internationalen Jugendbibliothek ist.
Literatur:
F.W. Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters
Michael Weithmann: Ritter und Burgen in Oberbayern


Die Gartenmesse mit dem besonderen Flair auf Schloss Blutenburg
Schloss Blutenburg