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ist bis heute ein Weltbestseller

Schauspielhaus Zürich: Der Steppenwolf nach dem Roman von Hermann Hesse - Premiere am 3.11.2012

Der 48-jährige Harry Haller leidet unter der Zerrissenheit seiner Persönlichkeit: Einerseits sehnt er sich nach kleinbürgerlicher Harmonie und der Sicherheit gesellschaftlicher Anpassung, deren Begrenztheit er intellektuell verachtet.

Andererseits greifen Hallers zerstörerische und chaotische Anteile immer mehr Raum, lassen ihn vereinsamen und das Leben zunehmend als sinnlos begreifen. Er vergleicht sich mit einem heimatlosen Steppenwolf, „ein den Bürgern überlegenes Genie“, der dem Menschen entgegensteht wie der Geist dem Trieb.

Erschöpft vom vergeblichen Kampf, dem Chaos mit sinnhafter Erkenntnis zu entwachsen, seine wölfische und seine menschliche Seite zu vereinigen und eins mit sich zu werden, bewegt er sich am Rande des Selbstmordes. Schliesslich trifft er auf die Gelegenheitsprostituierte Hermine und gelangt mit ihr in das „Magische Theater“ … In einer oszillierenden Mischung aus Traum, Vision und Phantasie beschreibt Hermann Hesse die abgründige und radikale Reise seines Alter Egos Harry Haller ins Innere seines Ichs.

Hermann Hesses 1927 erschienener Roman „Der Steppenwolf“ ist bis heute ein Weltbestseller. Der Roman zeichnet die seelische Not eines gespaltenen Menschen, der sich gleichzeitig als Tier und als Geistwesen empfindet. Die europäische wie die amerikanische Jugendbewegung der 60er-Jahre fand im „Steppenwolf“ und in seiner Stilisierung des einsamen und verkannten Künstler-Ichs Identifikationsmuster für ihren Protest gegen das Establishment.

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Petra Fischer

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petra.fischer@schauspielhaus.ch