Gesellschaft Freunde der Künste

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Eine Koproduktion mit der Veenfabriek Leiden

Schauspielhaus in Bochum: Drei Schwestern von Anton Tschechow - zeigt eine Welt im Umbruch - Premiere am 6.10.2011

Sie sitzen in der Provinz und träumen sich in die große, weit entfernte Stadt. Sie glauben, dass dort alles besser ist als hier in dem Nest, in das sie vor vielen Jahren mit dem Vater kamen. Jetzt sind sie keine Mädchen mehr und der Vater ist tot. Dort, in der großen Stadt, muss Leben sein. Hier auf dem Land ist alles nur ein Abziehbild von dem, was man in die Ferne projiziert. So sitzen die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina mit ihrem Bruder Andrej, dem erfolglosen Akademiker, in ihrem Landhaus in der Garnisonsstadt und träumen sich „nach Moskau, nach Moskau, nach Moskau“.

In Anton Tschechows Stück sieht man eine Welt im Umbruch. Es ist eine Gesellschaft, die sich überlebt hat, aber mit den Veränderungen um sie herum nicht umzugehen weiß. Denn die Menschen wissen überhaupt wenig mit sich und ihrer Existenz anzufangen. Sie sehnen sich nach Aufgaben, nach großen Taten und sind doch von der Arbeit schnell angestrengt, müde und bekommen Kopfschmerzen. Sie verzehren sich nach Liebe, sie wünschen sich Glück und wissen doch nicht, in welcher Form und wo sie es finden könnten.

Sie leben in der Provinz und reden ständig davon, ihr Leben in die Hand zu nehmen, ohne jedoch über Jahre hinweg irgendeine Anstrengung zu unternehmen, ihre Wünsche zu erfüllen. Tschechows Drama ist ein raffiniertes, dicht verwobenes Gesellschaftsspiel voller Witz, das der niederländische Musiktheatermacher Paul Koek als zweite Zusammenarbeit zwischen dem Schauspielhaus und der Veenfabriek aus Leiden zur Spielzeiteröffnung inszeniert.

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Christine Hoenmanns

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