Der Kapitalismus hat ein Gesicht bekommen: Der Milliardär Meisner ist entführt worden. Er findet sich in einem labyrinthischen Kellersystem wieder, das sich als absolut ausbruchsicher erweist. Sein Entführer entspricht nicht den Vorstellungen, die man sich von einem Kidnapper macht: Er ist die Höflichkeit in Person, kennt aber offensichtlich jedes Detail aus Meisners geschäftlichem und privaten Leben.
Die Lösegeldforderung ist immens: Man verlangt zehn Milliarden Dollar in Bar. Und nicht allein Meisner ist entführt worden, sondern in neunundzwanzig anderen Kellern werden die reichsten Männer der Welt gefangen gehalten. Ebenso unvorstellbar wie die Summe, die erpresst wird, ist der Plan, was mit dem Geld geschehen soll. Zwischen Meisner und seinem Entführer entspinnt sich ein Wortgefecht über die Moralität von Macht und Geld.
Der Künstler Stephan Kaluza ist vor allem durch narrative Bildfolgen wie das „Rheinprojekt“ und das „Mauerprojekt“ bekanntgeworden. Er hat die Vorlage für ein immer surrealer werdendes Spiel der wechselnden Systeme und Identitäten geschrieben. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Prinzip einer durchökonomisierten Welt zu brechen ist.
Besetzung
Guntram Brattia Moritz Führmann Viola Pobitschka Pierre Siegenthaler
Inszenierung Christian Doll
Bühne und Kostüme Pia Maria Mackert
Aufführungen bis zum 31.5.2010
Kontakt
Düsseldorfer Schauspielhaus
Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf
info@duesseldorfer-schauspielhaus.de
Presse
Anka Dohmen
presse@duesseldorfer-schauspielhaus.de
Links
http://www.duesseldorfer-schauspielhaus.de/theater/stuecke/detail/249119/atlantic_zero_urauffuehrung

