Radikal jung 2010 präsentiert vom 09. April bis 16. April 2010 neun bemerkenswerte Inszenierungen junger Regisseure am Münchner Volkstheater. Die Jury, bestehend aus dem Chefdramaturgen und Festivalleiter Kilian Engels,
dem Theaterkritiker Prof. C. Bernd Sucher und der Schauspielerin Annette
Paulmann, hat aus 40 gesichteten Arbeiten die herausragendsten eingeladen.
Eröffnet wird das Festival dieses Jahr mit einem Gastspiel des Schauspiel
Frankfurt: Hedda Gabler von Henrik Ibsen, eine Inszenierung von Alice Buddeberg.
Die eingeladenen Stücke, darunter drei Uraufführungen, kommen aus
Frankfurt, Berlin, Hamburg, Bochum, Leipzig und Dresden und setzen sich mit
Themen wie zwischenmenschlichen Machtverhältnissen, Hingabe, Liebe und
dem zurechtfinden in neuen oder auch absurden Situationen auseinander.
Bereits zum dritten Mal eingeladen ist Simon Solberg mit seiner Adaption der
Urform aller Liebesgeschichten, Romeo und Julia. Der jüngste Regisseur Antú
Romero Nunes kommt vom Maxim Gorki Theater Berlin und zeigt eine Studioproduktion:
Schillers Der Geisterseher. Das Thalia Theater Hamburg ist zweimal zu Gast, Anna Bergmann kommt mit Ernst ist das Leben (Bunbury)von Oscar Wilde in der Übersetzung von Elfriede Jelinek. Und Bastian Kraft zeigt Amerika, nach dem Roman von Franz Kafka. Die Uraufführungen sind:
Himmelangst (UA) von Daniela Dröscher in der Regie von Lilli-Hannah Hoepner
vom Schauspielhaus Bochum und Im Pelz (UA), eine Auftragsarbeit der
Leipziger Skala von der Lenz-Preisträgerin Katharina Schmitt. Regie führt Johannes Schmit.
Das Münchner Volkstheater zeigt Eros (UA), eine Romanadaption nach Helmut Krausser, in der Regie von Christine Eder.
Ziel des Festivals ist es, die neue Generation der Theatermacher im deutschsprachigen Raum zu fördern, ihre thematischen und ästhetischen Vorlieben aufzuzeigen und sowohl einem Fachpublikum als auch einer breiten Öffentlichkeit Perspektiven einer möglichen Theaterlandschaft von morgen aufzuzeigen.
Zum sechsten Mal hat München die Möglichkeit renommierte, überregionale
Inszenierungen binnen einer Woche zu sehen und sich mit den Regisseuren bei
Publikumsgesprächen auszutauschen.
Das Festival Radikal jung erfreut sich in den vergangenen Jahren eines stets
wachsenden Zuspruchs. Bei einem Platzangebot von 3.912 Plätzen lag die Auslastung im Jahr 2009 bei 95,04 %.
Der Intendant des Münchner Volkstheaters Christian Stückl und der Festivalleiter Kilian Engels freuen sich die neue Generation der Theatermacher im deutschsprachigen Raum sowohl einem Fachpublikum als auch einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und so an die Tradition der vorangegangenen Theaterfestivals anzuknüpfen.
Das Rahmenprogramm bietet neben den von Sven Ricklefs und Christoph Leibold moderierten Publikumsgesprächen, Konzerte, Parties, Diskussionen, eine Masterclass für Regiestudenten und die Verleihung des Publikumspreises.
Der Vorverkauf für das Festival Radikal jung beginnt am Dienstag, den 2. März
2010. Karten sind direkt an der Tageskasse des Münchner Volkstheaters und
über München Ticket zu erwerben.
Radikal jung 2010 findet bereits zum sechsten Mal statt
Das Theaterfestival zeigt ein breites Spektrum an Ästhetiken und Themen
junger Theatermacher
Weitere Informationen finden Sie unter: www.muenchner-volkstheater.de
Jörn Denhard
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