Wir sind nun einmal, was wir sind. Aber gibt es tatsächlich nur die eine Identität, die wir zeitlebens mit uns herumtragen? Shakespeare zeigt in seiner melancholischsten Komödie, was passiert, wenn sich nicht nur die Geschlechter verdrehen, sondern auch die Vorstellung von dem, was wir sein wollen: Er schickt seine Viola auf eine Reise durch Illyrien, dem Land des Rausches und der Liebe, und lässt sie dort als Cesario in den Dienst des Herzogs Orsino treten.
Als Mann verkleidet verliebt sich die Frau in ihr in den Herzog, während sie als Mann der Gräfin Olivia den Kopf verdreht. Gefühlschaos und Liebeswirrwarr sind die Folge. Bis schließlich Sebastian auftaucht, Violas Zwillingsbruder. Oder ist er auch nicht, was er zu sein scheint? In der Regie von Hausregisseur Roger Vontobel erkennt Viola schließlich: Ich bin nicht, was ich bin – und auf jeden Fall mehr als eine.
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