Im Testament der Mutter werden die Zwillinge Jean und Simon aufgefordert, einen Vater zu finden, von dem sie glaubten, er sei lange tot – und einen Bruder, von dessen Existenz sie nichts wussten. Misstrauisch begeben sie sich auf eine Reise in den Libanon, das Heimatland der Mutter.
Auf der Suche nach den Verwandten entschlüsselt sich ihnen nicht nur die tragische Lebensgeschichte ihrer Mutter, sie stoßen in einer bis dahin fremden Welt des Krieges und der Gewalt auch auf die eigenen Wurzeln:
Mit eindrucksvoller Sprachgewalt erzählt der im Libanon geborene Wajdi Mouawad die archaische Chronik einer ganz heutigen Familie.
Dennoch ist »Verbrennungen« nicht so sehr ein Stück über den Krieg oder die Notwendigkeit, seine Wurzeln zu suchen, sondern vielmehr über den Versuch, in einer unmenschlichen Situation seine Versprechen als Mensch zu halten.
Seit der Uraufführung 2003 in Montreal wurde »Verbrennungen« in unzählige Sprachen übersetzt und gehört auch in Deutschland zu den erfolgreichsten Stücken der letzten Jahre.
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