Das 1913 in Paris uraufgeführte Balett „Sacre du Printemps“ von Igor Strawinsky ist ein Schlüsselwerk der Moderne in der klassischen Musik. Als Ballettmusik hat es unzählige Choreographinnen und Choreographen zu immer neuen Versionen angeregt und so die Entwicklung des modernen Tanzes stark beeinflusst.
Aus Anlass seines 100-jährigen Geburtstags wird das Stück im Rahmen des Festivals „Sacre du Printemps – ein Festival für Modernen Tanz und klassische Musik“ am 6. und 7. September 2013 in der Göttinger Lokhalle vom Göttinger Symphonie Orchester unter der Leitung von Christoph-Mathias Müller zusammen mit einem großen Ballettensemble aufgeführt.
Festival in Deutschland
Das Orchester
Das Göttinger Symphonie Orchester zählt angesichts seiner 150-jährigen Geschichte bundesweit nicht nur zu den traditionsreichsten Orchestern, sondern mit über 100 Konzerten und mehr als 90.000 Zuhörern pro Jahr zugleich zu den erfolgreichsten und inspirierendsten Klangkörpern im gesamten mittel- und norddeutschen Raum. Herausragende Dirigenten und Solisten von internationalem Rang gehören seit seiner Gründung im Jahr 1862 zu seinen musikalischen Weggefährten. Namen wie Richard Strauss, Ferruccio Busoni, Max Reger, die Gebrüder Jochum, Sir Georg Solti und Wilhelm Kempff finden sich ebenso in den Gästebüchern wie Gidon Kremer, Martha Argerich, Heinrich Schiff, Rudolf Buchbinder und andere mehr.
Weltweit gefragte Künstlerinnen und Künstler wie Simone Kermes, Dimitri Ashkenazy oder Frank Peter Zimmermann, der seit 2001 Ehrenmitglied des Orchesters ist, gastieren regelmäßig in Göttingen. Sie untermauern das internationale Ansehen des Orchesters, das sich nicht zuletzt durch sein außergewöhnlich breites Repertoire, viel beachtete Interpretationen zeitgenössischer Musik, zahlreiche Uraufführungen sowie von der Fachwelt gefeierte Einspielungen einen festen Platz in der nationalen und internationalen Musikszene erspielt hat.
Die Musikalische Leitung
Seit dem Jahr 2005 leitet Generalmusikdirektor Christoph-Mathias Mueller das Orchester – „ohne Zweifel“ einer der „begabtesten und interessantesten Dirigenten seiner Generation“ (Gazeta Kultura Moskau). So werden unter seinem Dirigat mit innovativen Programmen und Aufsehen erregenden Projekten nicht nur musikalisch neue Wege beschritten. Vielmehr demonstrieren zahlreiche enthusiastisch aufgenommene Kooperationen mit Chören, Tänzern oder Rezitatoren den innovativen Anspruch des Orchesters.
Heute umfasst das Orchester Musiker aus rund 20 Nationen. Nationale und internationale Auftritte wie auch kontinuierlich hohe Besucherzahlen und Medienberichte im In- und Ausland dokumentieren seinen herausragenden Stellenwert. Einladungen zu internationalen Musikfestspielen wie dem Festival d’ Echternach, den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen, dem Choriner Musiksommer, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern oder den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker unterstreichen sein internationales Renommée.
Die Choreographin
Die Choreografin Judith Kara, 2001 zur staatl. gepr. Tanzpädagogin in Hamburg ausgebildet, gründete 2004 die Göttinger Ballettschule art la danse (mit mittlerweile ca. 300 Schüler/innen). Neben der Ballettlehrtätigkeit für Laien bereitet sie jährlich Nachwuchstalente auf Aufnahmeprüfungen an anerkannten Fach/-Hochschulen für Tanz vor. Sie ist die Initiatorin der jährlichen Veranstaltungsreihe „Göttinger Tanz-Kultur-Woche“ (seit 2007) die regelmäßig im Herbst (im Frühjahr für Kinder) in der Alten Fechthalle in Göttingen stattfindet. Das denkmalgeschützte 550qm umfassende Gebäude wurde von ihr 2007 aufwendig grundsaniert, seitdem als Ballettraum sowie als Veranstaltungsort für klassische und zeitgenössische Projekte genutzt.
Als Gründungsmitglied vom Förderverein „Kultur in der Alten Fechthalle e.V.“ (seit 2008) sowie Mitglied bei „KUNST e.V.“ unterstützt sie das Kulturleben der Stadt und arbeitet als freischaffende Pädagogin, Choreographin und Tänzerin in Göttingen.
Die Tanz-Solisten
Von den 8 Solisten stehen bereits 3 fest. Marie Theres Zechiel und Ufuoma Essi haben professionelle Tanzausbildungen in Berlin bzw. Hamburg und London absolviert. Marie Theres Zechiel wurde bereits für Engagements international gebucht. Ufuoma Essi beendet diesen Monat ihre Ausbildung zur Bühnentänzerin. Beide sind Ex-Göttingerinnen, die bei Judith Kara mit dem Tanzen als kleine Elevinnen begonnen haben und nun für diese Produktion extra „ nach Hause“ kommen. Eine weitere Zusage stammt von einem Solotänzer eines deutschen Opernhauses, der bereits internationale Erfolge feiern konnte und dieses Festival mit seinem Können bereichern wird.
Die übrigen Positionen wurden in einer deutschlandweiten Audition ausgeschrieben und werden Anfang Juni besetzt. Das Interesse ist sehr groß!
Festival in Göttingen
Das Festival-Programm:
Freitag | 6.9.2013 | Lokhalle Göttingen
18:45
Werkeinführung mit Michael Schäfer, Judith Kara und Christoph Mathias Müller
19.45
„Sacre du printemps“ | Ballett-Aufführung mit dem Göttinger Symphonie Orchester, Ltg. Christoph-Mathias Mueller und großem Ballett-Ensemble, Ltg. Judith Kara
Programm:
Ludwig van Beethoven (1770-1825): Sinfonie Nr. 5 | Choreographie: Judith Kara
Igor Strawinsky (1882-1971) : Sacre du printemps | Choreographie: Judith Kara
Samstag | 7.9.2013 | Lokhalle Göttingen, Foyer
15.00 – 18.00
„Tanzreigen“ im Foyer der Lokhalle: 7 Tanz- und Musik-Aufführungen Göttinger SchülerInnen (Eintritt frei)
15:00 Tanzaufführung Albanischule
15:20 Tanzaufführung Montessorischule
15:50 Musikaufführung IGS Göttingen und Hainberg Gymnasium
16:20 Tanzaufführung Göttinger Ballettschule Art la Danse
16:40 Tanzaufführung Oberschule Groß Schneen
17:00 Tanzaufführung Max-Planck-Gymnasium
17:30 Musikaufführung IGS Göttingen und Hainberg Gymnasium
Samstag | 7.9.2013 | Lokhalle Göttingen
18:45
Werkeinführung mit Michael Schäfer, Judith Kara und Christoph Mathias Müller
19.45
„Sacre du printemps“ | Ballett-Aufführung mit dem Göttinger Symphonie Orchester, Ltg. Christoph-Mathias Mueller und großem Ballett-Ensemble, Ltg. Judith Kara
Program:
Ludwig van Beethoven (1770-1825): Sinfonie Nr. 5 | Choreographie: Judith Kara
Igor Strawinsky (1882-1971) : Sacre du printemps | Choreographie: Judith Kara
Carola Kasten
Godehardstraße 19-21
D-37081 Göttingen
E-mail : ckasten@gso-online.de
Internet: www.gso-online.de


Pressekonferenz zu Sacre du Printemps Bild 1: (v.l.n.r.) Ursula Haufe, GWG, Birgit Ott, IGS Göttingen, Christoph-Mathias Mueller, GSO, Nils König, Projektkoordination, Judith Kara, Göttinger Balettschule art la danse, Wiebe Möller, Montessorischule © Christoph Mischke
Bild 2: Auftritt Göttinger Ballettschule art la danse bei Festival Linien in der Lokhalle 2010 © Nils König
Bild 3: Tanzgruppe Göttinger Ballettschule art la danse © Nils König
Bild 4: Tanzgruppe Montessorischule © Nils König