Im Spannungsfeld unterschiedlichster Lebensentwürfe lotet Williams das Verhältnis von Sex und Sinnlichkeit, das Zerbrechen von Träumen und Entdecken von Lebenslügen aus.
1947 am Broadway uraufgeführt, bescherte »Endstation Sehnsucht« seinem
Autor einen weiteren Welterfolg. Die drückende Atmosphäre der Sommernächte in New Orleans bildet die Folie, vor der Williams die überhitzte Geschichte der alternden Südstaatenschönheit Blanche DuBois erzählt, die in eine Traumwelt der Poesie und Schönheit flieht. Ihre Luftschlösser und Illusionen sind ihrem Schwager Stanley Kowalski ein Dorn im Auge. Seine Welt ist geprägt von Arbeit, Alkohol, Sex und Männerfreundschaft.
Stella Kowalski hat sich von Stanley aus den Wolken einer aristokratischen Vergangenheit heben und auf den Boden einer realistischen Arbeiterexistenz stellen lassen. Stanleys Freund Mitch schließlich glaubt, in Blanche seine große Liebe gefunden zu haben. Mitch ist ein ewig Trauernder, er findet Erfüllung im Verlust. Die Situation – aufgeladen durch Alkohol und die Begrenztheit eines Raumes, in dem es keine Intimität gibt – spitzt sich zu. Es ist ein Zustand des
Belauerns und Spionierens, des Voyeurismus und des Sich-zu-nahe-Tretens.
Schließlich fordern die gegenseitigen Verletzungen ein Opfer – danach kehrt eine trügerische Idylle ein.
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