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neue Perspektiven für das Leben

Rund 40 sensible Aufnahmen der Fotografin Eva Horstick-Schmitt - "Cancer positiv: Häutungen durch den Krebs"

Im Studio des Museums für Kunst und Kulturgeschichte ist noch bis zum 6. Juni 2010 die Ausstellung zum Thema Umgang mit dieser Krankheit zu sehen.

Rund 40 sensible Aufnahmen der Fotografin Eva Horstick-Schmitt von der Künstlerin Tirzah Haase, die im November 2008 die Diagnose Brustkrebs erhielt, möchten Frauen in vergleichbarer Situation Mut machen und die Krankheit Brustkrebs darüber hinaus in einer breiteren Öffentlichkeit mit künstlerischen Mitteln thematisieren.

Verlauf der Krankheit in Bildern

Als Tirzah Haase, als Schauspielerin und Sängerin an das Leben auf der Bühne und in der Öffentlichkeit gewöhnt, die Diagnose Brustkrebs, Cancer positiv, erhielt, versteckte sie die Krankheit nicht.

Im Gegenteil: Sie fragte die Fotografin Eva Horstick-Schmitt, mit der sie seit der Jahrtausendwende durch gemeinsame Projekte und in Freundschaft verbunden ist, ob sie die Stationen ihrer Krankheit mit der Kamera begleiten wollte.

So entstand ein Bilderzyklus vom Besuch beim Frisör, wo Tirzah ihre Haare millimeterkurz schneiden ließ, über die Verabreichung der Chemotherapie im Hospital, bis hin zur Feier ihres 50. Geburtstages im Freundeskreis nach überstandener Erkrankung.

Die sensiblen Fotos geben Eindrücke in das Innere einer an Brustkrebs erkrankten Frau, der es heute besser geht als vorher, weil die „Häutungen“ durch den Krebs ihr neue Perspektiven für das Leben gegeben haben. Reife und Wachstum waren nach den Tiefen der Krankheit ein wertvolles Ergebnis: Cancer positiv.

Für diese besondere Foto-Reportage sind die beiden Frauen eine Art Symbiose eingegangen. Das Ergebnis dieser "Seelenreise" zweier Künstlerinnen waren keine zufälligen Fotos, sondern nahe, ausgereifte Bilder. In der Ausstellung werden die Fotografien von Tirzah Haase kommentiert.

Ausstellungsdaten

Die Ausstellung wurde am Freitag, 23. April, um 19 Uhr eröffnet. Zwei Abendveranstaltungen (29. April und 27. Mai) begleiten die Schau mit einem informativen und unterhaltsamen Programm.

Öffnungszeiten des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Dortmund: Di, Mi, Fr und So von 10 bis 17 Uhr, Do von 10 bis 20 Uhr, Sa von 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

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