Am 25. Februar kommt im Opernhaus des Nationaltheaters Romeo und Julia in einer neuen choreografischen Fassung von Kevin O’Day zur Premiere. Nachdem er 2008 mit Hamlet einen anderen Klassiker Shakespeares in Stuttgart auf die Bühne brachte, schafft er nun sein erstes Handlungsballett für sein Ensemble am Nationaltheater Mannheim.
Für Kevin O’Day war die Frage, wie die Kraft der Liebe und der Drang nach Freiheit feste Gefüge erschüttern können, Ausgangspunkt seiner Arbeit. Romeo und Julia handelt von der Bedingungslosigkeit der Liebe. Und es handelt vom Vertrauen, Grenzen überwinden zu können. Überall stoßen die jungen Liebenden auf Schranken, einige klar definiert, andere subtil wirksam. Romeo und Julia wagen den Ausbruch und streben nach der Versöhnung ihrer Familien.
In Auseinandersetzung mit der dramatischen Vorlage und der atemberaubenden Ballettmusik Sergej Prokofjews hat der Mannheimer Ballettdirektor in den vergangenen Monaten intensiv mit seinem Ensemble an der tänzerischen Gestaltung der Tragödie gearbeitet. Aus diesem Prozess entstand eine konzentrierte Kammerversion, die die Geschichte von Romeo und Julia erzählt.
Plastisch, mit kraftvollen und rasanten Sprüngen, zeigt eine Gruppenchoreografie gleich zu Beginn das Aufeinanderprallen der verfeindeten Familien Capulet und Montague. Demgegenüber stehen Momente der Liebe, die wie Ruhepole die drängende Dynamik der Geschehnisse unterbrechen: Momente, in denen sich Romeo und Julia mit zarten und lyrischen Bewegungen begegnen.
Das Bühnenbild, entworfen von Jean-Marc Puissant, lässt subtil Bedrohung und äußere Begrenzung in der Atmosphäre von Hass und Intoleranz spüren. Mit beweglichen Wänden unterstreicht es die unermüdliche Dynamik des Stücks. Eben noch weit geöffnete, prachtvolle Räume können sich bedrohlich schnell in beengende Gemäuer verwandeln
Choreografie: Kevin O’Day
Musik: Sergej Prokofjew
Musikalische Leitung: Alois Seidlmeier
Bühne und Kostüme: Jean-Marc Puissant
Licht: Mark Stanley
Es spielt das Nationaltheaterorchester.
Cast (Erst- und Zweitbesetzung):
Romeo: Brian McNeal / Sigmund Hegstad
Julia: Nadège Cotta / Hitomi Kuhara
Mercutio: Luis Eduardo Sayago / Miguel González Muelas
Benvolio: Sigmund Hegstad / Brian McNeal
Tybalt: Tyrel Larson / Miguel Angel Pla
Lady Capulet: Zoulfia Choniiazowa / Mami Hata / Veronika Kornová-Cardizzaro
Lord Capulet: Miguel Angel Pla / Tyrel Larson
Paris: Miguel González Muelas / Sigmund Hegstad / Brian McNeal
Amme: Mami Hata / Zoulfia Choniiazowa
Priesterin: Veronika Kornová-Cardizzaro / Mami Hata
Fürst: Louis Laberge-Côté / Miguel Angel Pla
Damen aus dem Hause Montague: Julie Pécard / Hitomi Kuhara, Michelle Cheung / Nadège Cotta
Termine:
Premiere am 25. Februar 2011 um 19.30 Uhr im Opernhaus
anschließend Premierenfeier im Theatercafé
Weitere Vorstellungen: 3., 10., 20. und 26. März, 2. und 23. April, 7. Mai, 18. Juni und 7. Juli 2011
Kontakt
Eva-Maria Steinel
Ballettmanagement und Dramaturgie
Am Goetheplatz – 68161 Mannheim
Tel. +49 621 1680-238
Fax +49 621 1680-448

