Gesellschaft Freunde der Künste

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William Shakespeare

RICHARD III. bis 1.3.2010 Mainz

Richard, Herzog von Gloucester, ist gewillt, „ein Bösewicht zu werden“. Sein Ziel ist die Königskrone. Jenseits aller politischen Moral beginnt er ein skrupelloses und blutiges Intrigenspiel. Die ersten Opfer: seine Brüder Georg, Herzog von Clarence, und der regierende König Eduard IV. Nach dem Tod des Königs hält Richard um die Hand von dessen Witwe an, um sie später, ebenso wie die beiden jungen Kronprinzen, seine Neffen, ermorden zu lassen.

Und sie bleiben nicht die letzten Opfer seiner Machtgier – bis sich die Frauen trotz unterschiedlicher politischer Interessen zu einer Gegenkraft verbinden, die Richard beseitigt und dem Blutbad ein Ende setzen kann. So wird ihm endlich blutig entrissen, was er blutig erlangte. „ Richard III.“ ist ein Polit- Thriller, der gnadenlos die Triebhaftigkeit menschlicher Machtkämpfe bloßlegt. Richard selbst ist eine der faszinierendsten Gestalten der Weltliteratur: Kalte Intelligenz, rhetorische Brillanz und virtuose Verstellungskünste zeichnen ihn aus.

Meisterhaft intrigiert, manipuliert, korrumpiert er. Zugleich aber ist Richard ein romantischer Utopist: Da ihm die Liebe verwehrt geblieben ist, schwört er der Menschenliebe ab und beschließt, auf den Trümmern der alten Ordnung eine neue, liebesfähige Gesellschaft zu schaffen, an deren Spitze er sich als König setzen will.

Inszenierung Matthias Fontheim

William Shakespeare (1564–1616) gilt als der erfolgreichste Bühnenautor seiner Zeit und war Teilhaber am Globe Theatre. Kein anderer Dramatiker hat das europäische Theater so nachhaltig beeinflusst wie Shakespeare. Seine Dramen sind nach wie vor von ungebrochener Aktualität.

Matthias Fontheim arbeitete als freier Regisseur u. a. an den Theatern in Freiburg, Kassel, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und Schauspielhaus Zürich. Am niedersächsischen Staatsschauspiel Hannover war er als Regisseur und Leitungsmitglied engagiert, anschließend am Bayerischen Staatsschauspiel, München. 2000 / 2001 übernahm er die Intendanz des Schauspielhauses Graz. Seit der Spielzeit 2006 / 2007 ist Matthias Fontheim Intendant des Staatstheaters Mainz. In der Spielzeit 2008 / 2009 inszenierte er u. a. „Andorra“ am Schauspielhaus Zürich sowie die Deutschsprachige Erstaufführung „Reiz und Schmerz“ von Bruce Norris und „Die Möwe“ von Anton Tschechow am Staatstheater Mainz.

Premiere am 3.2.2010

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