Gesellschaft Freunde der Künste

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Mit den Dortmunder Philharmonikern unter Jac van Steen

Residenz-Auftakt von Unsuk Chin in der Philharmonie Essen -Konzert am Sonntag, 20. September

Schon als Kind war Unsuk Chin – aktuelle „In Residence“-Künstlerin der Philharmonie Essen – fasziniert von der traditionellen europäischen Musik. In Europa angekommen, konzentrierte sich die Koreanerin bei ihren Kompositionen nicht nur auf ihre kulturellen Wurzeln. Chin suchte nicht in erster Linie neue, sondern „originelle und fantasievolle Musik“ und setzte mit traumverlorener Sicherheit verschiedene musikalische Sprachen und Stile in Einklang.

 Sie brechen sich in ihrer Musik wie in einem „Spiegel der Zeiten“. Nicht von ungefähr heißt so eines ihrer Werke, das am Sonntag, 20. September 2009 um 17 Uhr im Alfried Krupp Saal erklingt: „Miroirs des temps“, ein Zyklus über die Themen Liebe und Tod, in dem Chin sich mit mittelalterlicher und spätmittelalterlicher Musik beschäftigt und Musik aus der Blütezeit der Spätgotik mit einem üppigen Orchesterklangteppich des 20. Jahrhunderts verbindet.  

Selbiges gilt auch für das legendäre Hilliard Ensemble, das 1999 bei der Uraufführung von „Miroirs des temps“ in der Royal Festival Hall in London mitwirkte – und begeisterte. Seit seiner Gründung 1974 hat sich das britische Vokalquartett für die Interpretation von Musik vor 1600 und von zeitgenössischen Kompositionen hoch verdient gemacht.

 1994 wurden die vier Briten mit einem Schlag auch einem weiteren Publikumskreis bekannt: Im selben Jahr veröffentlichte der norwegische Jazz-Saxophonist Jan Garbarek sein Bestseller-Album „Officium“, auf dem er das Hilliard Ensemble bei Werken von der Gregorianik bis zur Renaissance begleitete.

Die Dortmunder Philharmoniker unter Jac van Steen fügen mit vielfarbigen Orchesterwerken von Gabriel Fauré und Maurice Ravel den Motetten des Mittelalter-Meisters Guillaume de Machaut und Chins „Miroirs des temps“ weitere schillernde Komponenten in diesem Konzert hinzu – Werke vom 14. bis zum 21. Jahrhundert!

Residenz-Auftakt von Unsuk Chin in der Philharmonie Essen: Hilliard Ensemble und Dortmunder Philharmoniker

Konzert am Sonntag, 20. September 2009 um 17 Uhr im Alfried Krupp Saal – 16.30 Uhr Konzerteinführung 

NEU: Um 16.30 Uhr findet unter dem Titel „Die Kunst des Hörens“ eine Konzerteinführung mit Jac van Steen und den Dortmunder Philharmonikern statt.  

Konzert im Rahmen von „Entdeckungen“ im Netzwerk Neue Musik 

Karten (Preise (€): 45,-/40,-/35,-/30,-/25,-/15,- zzgl. VVK-Gebühr) und weitere Informationen unter Tel. 0201/8122-200, Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.) und www.philharmonie-essen.de.

Biografie von Unsuk Chin

Unsuk Chin wurde 1961 in Seoul, Korea, geboren. Ihre pianistische Ausbildung begann in frühester Kindheit. Von 1981 bis 1985 studierte sie Komposition an der Seoul National University bei Professor Sukhi Kang. Das noch während des Studiums entstandene Stück Gestalten wurde 1984 von den ISCM World Music Days in Kanada sowie 1986 vom International Rostrum of Composers in Paris ausgewählt.

 Von 1985 bis 1988 studierte sie als DAAD Stipendiatin bei Professor György Ligeti in Hamburg. Seit Sommer 1988 lebt Unsuk Chin in Berlin und arbeitet als freischaffende Komponistin im Elektronischen Studio der Technischen Universität Berlin.

Ihre Werke wurden auf zahlreichen internationalen Festivals aufgeführt und in verschiedenen Rundfunkproduktionen gesendet. Sie erhielt Kompositionsaufträge von den wichtigsten Ensembles und Orchestern wie dem Ensemble intercontemporain, dem Ensemble Modern, dem Kronos Quartett, dem BBC Symphonie Orchestra of Wales, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der London Sinfonietta, der Los Angeles Philharmonic New Music Group und der musikFabrik. Weitere Aufträge kamen von der Los Angeles Opera, von der BBC, der Bayerischen Staatsoper und Radio France.

Im November 1999 kam in London unter der Leitung von Kent Nagano Miroirs des Temps zur Uraufführung, ein gemeinschaftliches Auftragswerk des BBC und des London Philharmonic Orchestra in Zusammenarbeit mit dem Hilliard Ensemble. Kalá, ein Oratorium für Sopran, Bass, Chor und Orchester, ein Auftragswerk dreier skandinavischer Rundfunkanstalten, wurde im März 2001 unter der Leitung von Peter Eötvös in Göteborg uraufgeführt.

In der Saison 2001/2002 war Unsuk Chin Composer in Residence beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin – eine Zusammenarbeit, die im Auftrag für das Violinkonzert gipfelte, das im Januar 2002 von Viviane Hagner als Solistin und Kent Nagano als Dirigent aus der Taufe gehoben wurde. Das Werk wurde seither in zehn Ländern gespielt in Europa, Asien und Nordamerika.

Unsuk Chin waren im Jahr 2007 Programmschwerpunkte bei den Festivals in Manchester, Umea, Turin und Strasbourg gewidmet. Chins Bühnenwerk Alice in Wonderland hatte bei den Münchner Opernfestspielen 2007 an der Bayerischen Staatsoper Premiere in der Regie von Achim Freyer und unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano.

 Zu den Projekten 2008/2009 zählen ein Cellokonzert im Auftrag der BBC für den Solisten Alban Gerhardt, ein Orchesterstück im gemeinsamen Auftrag des Orchestre Symphonique de Montreal und des Bayerischen Staatsorchesters unter Kent Nagano sowie ein Konzert für Sheng und Orchester im Auftrag der Suntory Hall Tokio.

Philharmonie Essen

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www.philharmonie-essen.de

www.philharmonieforkids.de

links: 

http://de.wikipedia.org/wiki/Chin_Un-suk

http://usasians-articles.tripod.com/unsuk-chin.html

http://www.i-n-t-o.de/komp-unsuk-chin.html

http://www.lastfm.de/music/Unsuk+Chin

http://www.wdr.de/radio/orchester/rundfunkchor/urauffuehrung/urauffuehrung_a-d/chin_unsuk.html

http://www.amazon.de/Unsuk-Chin-Wonderland-Sally-Matthews/dp/B0015XHQYY

http://www.philharmonie-essen.de/?SECTION=Magazin&PAGE=&SID=395&LID=1