Sie ist Deutschlands berühmteste Prostituierte: Rosemarie Nitribitt. Ein Name, der nach Sprengstoff klingt. Und tatsächlich provozierte er im Nachkriegsdeutschland der Fünfziger Jahre heftige Detonationen, die für einen Sprung in der rosafarbenen Wirtschaftswunderbrille sorgten.
Alle zehn Minuten startet je ein Zuschauer in eine szenische Installation. Man gelangt in das Labyrinth des Lebens von Rosemarie Nitribitt. Ihre Erinnerung ist in intimen Situationen eingefangen, hier verschieben sich die Grenzen von Traum und Wirklichkeit, Ursache und Wirkung.
Ausgehend von recherchiertem Material entwirft Regisseur Bernhard Mikeska ein subjektives und widersprüchliches Bild von Rosemarie Nitribitt, die am 1. November 1957 tot in ihrer Wohnung in Frankfurt am Main in der Stiftstraße 36 aufgefunden wurde. Der Mord konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.
Nach der Promotion in theoretischer Physik über komplexe Systeme, wechselte Bernhard Mikeska zum Theater. In seinen Installationen, in denen man sich mal durch den öffentlichen Raum, mal in fiktiven Bühnenräumen oder durch mehr oder weniger reale Wohnungen bewegt, werden Sehgewohnheiten, Haltungen und Verhältnisse zwischen Zuschauern und Spielern überprüft und neu justiert.
Für den Vorstellungsbesuch gelten besondere Regeln. Zwischen 18 und 22 Uhr startet alle 10 Minuten je ein Zuschauer in eine szenische Installation. Die Spieldauer für jeden Zuschauer ist 55 Minuten. Beim Kauf einer Karte entscheidet man sich definitiv für eine bestimmte Uhrzeit. Nur Kartenkauf, keine -reservierung möglich.
Besetzung
Konzept und Regie
Text
Lothar Kittstein
Bühne
Kostüme
Sounddesign
Dramaturgie
Künstlerische Mitarbeit
Besetzung
Esther Hausmann
Valery Tscheplanowa
Yevgenia Korolov
Thomas Huber
Martin Rentzsch
Thomas Schmidt
Premiere am 16.12.2009
Weitere Aufführungen am
17.12.09,18.12.09,19.12.09,20.12.09,22.12.09,28.12.09,02.01.10,03.01.10,09.01.10
10.01.10
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