Ein christlicher Palästinenser aus Israel – Saleem Abboud Ashkar vereint in seiner Person Gegensätze, die in den politischen Konflikten seiner Heimat immer wieder aufeinanderprallen. Der Pianist und Schüler Daniel Barenboims wurde 1976 im israelischen Nazareth geboren und gehörte als Christ zu einer Minderheit.
Auf einer jüdischen Musikschule begann sein Weg, der ihn über die Royal Academy of Music in London und die Hochschule für Musik Hannover nach Berlin führte, wo er heute lebt. Er ist ein Weltbürger, der seine musikalische Heimat am Klavier gefunden hat.
Im Alter von 17 Jahren wurde er von Zubin Mehta entdeckt und eingeladen, mit dem Israel Philharmonic Orchestra Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 zu spielen. Mit 22 Jahren gab er unter Daniel Barenboim sein Debüt in der Carnegie Hall und füllt seitdem die großen Konzertsäle. Auf sein Debüt bei den Salzburger Festspielen mit Riccardo Muti folgte seine erste Solo-CD bei EMI. 2009 ging er mit Riccardo Chailly und dem Gewandhausorchester Leipzig auf Europa-Tournee.
Eines der nur knapp 50 Konzerte, die der junge Pianist pro Jahr gibt, spielt er nun in Hamburg mit dem Orchester der Hansestadt. Auf dem Programm steht Rachmaninows 2. Klavierkonzert, eines der bedeutendsten romantischen Klavierkonzerte. Am Pult steht Lawrence Foster, der die Philharmoniker bereits in der Staatsoper leitete.
Der amerikanische Dirigent mit rumänischen Wurzeln setzt sich persönlich für George Enescus Musik ein, bei den Philharmonikern dirigiert er dessen »Rumänische Rhapsodie«, die ihre Popularität besonders ihren Anklängen an die rumänische Volksmusik verdankt.
Volksmusikalische Elemente verschmelzen in Dvo?áks Sinfonie »Aus der neuen Welt« mit amerikanischen Einflüssen – Dvoráks Hommage an die die neue Welt jenseits des Ozeans.
»Aus der neuen Welt« - 3. Sonderkonzert in der Laeiszhalle (Großer Saal)
Samstag, 1. Mai 2010, 11.00 Uhr
Musikalische Leitung: Lawrence Foster
Klavier: Saleem Abboud Ashkar
George Enescu: Rumänische Rhapsodie Nr. 2 D-Dur op. 11
Sergej Rachmaninow: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18
Antonín Dvorák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der neuen Welt«
Karten von 11 bis 45 Euro sind an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.philharmoniker-hamburg.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Anja Bornhöft
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