Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

vintage liegt wieder im trend

„RECOLLECTION QUARTETT“ junge Modedesigner kreieren Installationen rund um Mercedes-Benz Young Classic Fahrzeuge

Im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin eröffnete am Dienstagabend in der Malwerkstatt des ehemaligen Bühnenservice der Deutschen Opern die Ausstellung „RECOLLECTION QUARTETT“.

Mercedes-Benz und das ModeMuseum in Antwerpen hatten den belgischen Art Director Frederik Heyman eingeladen, zusammen mit den Modedesignern Bernhard Willhelm, Peter Pilotto, Henrik Vibskov und Mikio Sakabe vier äußerst ungewöhnliche Installationen zu kreieren.

Im Zentrum jeder Inszenierung: ein Mercedes-Benz Young Classic aus den 70er bis frühen 90er Jahren. Fahrzeuge, die Kultstatus erreicht und sich in unsere Erinnerung gebrannt haben – nicht nur aufgrund ihres Aussehens und ihrer Qualität, sondern vor allem auch, weil wir sie mit einem bestimmten Lebensstil, mit einem bestimmten Image  und  damit gewissen Menschen verbinden, die als typische Besitzer dieser Autos galten.

Indem sie es schaffen, den damaligen Zeitgeist widerzuspiegeln und heraufbeschworene Klischees in unser Hier und Jetzt zu transportieren, bleiben die Fahrzeuge weiterhin begehrenswert.

„Die Ausstellung zeigt, dass so manches vermeintlich rückwärtsgewandte Klischee in einem nur geringfügig erneuerten Zusammenhang eine erstaunliche Schärfe und Aktualität zurückgewinnt – und das verbindet sie mit der Mode.

Denn auch sie aktualisiert sich immer wieder durch die ständige Neuinterpretation vergangener Trends und Stilrichtungen“, erläutert Kaat Debo, Kuratorin des ModeMuseums in Antwerpen.

Zusammen mit den Designern erschaffte Frederik Heyman, der Grafikdesign, Illustration und Fotografie an der Königlichen Akademie für Schöne Künste in Antwerpen studierte, für jedes Auto eine unverwechselbare Kulisse mitszenischen Motiven und deren fotografischer Reproduktion, die von Humor und surrealistischen Elementen geprägt ist.

Die Modedesigner verfolgten dabei vor allem das Ziel, die Vielfalt an Bedeutungen, die mit den dargestellten Autos assoziert wird, in einen zeitgenössischen Kontext zu setzen.

In seiner Installation um den SL-Roadster, der durch sein Auftreten in Serien wie Dallas oder Hart aber Herzlich Teil des American Way of Life wurde, greift Heyman nicht nur die großes Poularität des Autos in den USA auf, sondern auch die früheren Werbekampagnen von Mercedes-Benz, die den Roadster gerne an sonnigen kalifornischen Stränden in Szene setzten.

Unweigerlich mit diesem Auto verbunden ist der klassische Playboy der 70er Jahre, der von Bernhard Willhelm in eine moderne Version mit Lycra-Outfit und verspiegelter Sonnenbrille übersetzt wird.

In der Inszenierung um den S 123, der aufgrund seines Platzangebots große Beliebtheit bei Familien und auch bei Handwerksmeistern fand, ist eine idyllische Picknick-Szene am Lagerfeuer zu sehen, die dank Henrik Vibskovs spielerischer Interpretation typischer Arbeitskleidung um den Stereotypen des robusten Holzfällers ergänzt wird.

Die funktional gestaltete, sogenannte „Strich-Acht“-Limousine gilt als Inbegriff des deutschen Dienstwagens und machte in diesem Sinne vor allem als Taxi Karriere. Angelehnt an M. C. Eschers Lithografie „Ascending and Descending“ von 1961 präsentiert Heyman den Wagen in einer sehr surrealistischen Kulisse.

Im Inneren der Limousine: eine Sekretärin, die auf Arabisch „Taxi zu verkaufen“ in ihre Schreibmaschine tippt. Sie trägt ein Kleid von Mikio Sakabe, das wie ein klassisches Cocktailkleid anmutet, aber zeitgenössisch mit großen Augen bedruckt ist.

Ein Bild von Macht und ihrer Gegensätzlichkeit bildet die Szenerie, in welcher der C 126 präsentiert wird. Dabei agieren drei Frauen, deren von Peter Pilotto designte Kleider an den respekteinflößenden Stil der 80er jahre erinnern, in einer Art globalem Schachspiel, wobei deutlisch wird, dass sie als Hauptakteure zugleich auch Marionetten des Spiels sind.

Die Inszenierungen vermögen es also, den Besucher zurück in die jeweilige Zeit zu versetzen – und geben zugleich einen Einblick in die beeindruckende Designentwicklung von Mercedes-Benz.

Professor Gorden Wagener, verantwortlich für das Mercedes-Design, erklärt die nicht nachlassende Anziehungskraft der Fahrzeuge von Mercedes-Benz folgendermaßen:

„Ein Mercedes ist immer als Mercedes zu erkennen. Und ein Mercedes sieht auch nach 30 Jahren noch nicht alt aus. Das macht ihn so faszinierend. Wir nennen das Longlife-Design.“

„RECOLLECTION QUARTETT“ ist bis Sonntag, 23. Januar 2011, täglich von 12 bis 20 Uhr (Freitag bis 17 Uhr) geöffnet. Weitere Infos unter recollection-quartett.com.

Quelle: www.qvest.de

 

Publisher / Editor-in-Chief (v.i.s.d.p.)
Michael Kaune
kaune@qvest.de

 

Pressse Kontakt:

Mercedes-Benz: Melanie Graf / T: +49 (0)7 11 17-7 68 76 / E: melanie.graf@daimler.com

Mercedes-Benz: Tobias Müller / T: +49 (0)711-17-7 73 68 / E: tobias.mueller@daimler.com