Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V, hat heute erfreuliches zu berichten.
Lieber Herr Böhmer,
wer hätt au deees denkt?, fragt sich der Schwabe stündlich. Und der Oberschwabe, etwa aus Ravensburg, erst recht. Dort ist der größte deutsche Hersteller von Brettspielen zu Hause, Ravensburger.
Eine Firma, die den Kampf gegen Hirnzersiebelektronik nicht aufgibt und an das haptische Erlebnis glaubt – oft mit klugen Verquickungen technischer Finessen.
Ravensburger, das gerne mal kostenlos ein kleines verloren gegangenes Spiel-Utensil zu ihren Kunden schickt, wie die Printausgabe von W&V in "meinem Markenerlebnis…" berichtete, wagt den nächsten Kampf und plant, eigene Verkaufsräume zu eröffnen, die Spielzimmern ähneln sollen.
Die Marke Ravensburger soll für die Konsumenten erlebbar gemacht werden, heißt es. Gerade, weil es im Spielwarenmarkt ein Händlersterben gibt. Dieses "Jetzt erst recht" ist eine tolle Einstellung, eine gesunde Haltung.
Und sollte Ravensburger damit Erfolg haben, wäre das wieder ein Grund für den Satz: "Wer hätt au dees denkt?"
Schönen Abend
Ihr Jochen Kalka


Der größte deutsche Hersteller von Brettspielen, Ravensburger, plant eigene Verkaufsräume. Foto: Ravensburger
