Unglaubliche Beobach-tungen, unvergess-liche Balladen, beißender Humor: im Herbst 2010 präsentiert der Kabarettist, Liedermacher und Entertainer Rainald Grebe sein neues Programm in Begleitung des Orchesters der Versöhnung im Berliner Admiralspalast!
Heute beginnt der Vorverkauf für die Vorstellungen vom 26.10 07.11.2010. Tickets zum Preis von 19,25 - 38,00 sind unter 030-47 99 74 77 oder 01805-570099 (14 Cent/ Min, Mobilfunkpreise können abweichen), online unter www.semmel.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich
Die emotionale, musikalische Wuchtigkeit von Schuberts Winterreise hemmungslos mit Texten zu verbinden, die vom beißenden Humor Tucholskys genauso inspiriert sind wie von nächtlichen Gesprächen alkoholentspannter Jugendlicher an ostdeutschen Tankstellen - diese überraschende Mischung ist es, die Rainald Grebe mittlerweile über Bildungs- und Milieuschranken hinweg zu einem der außergewöhnlichsten Entertainer Deutschlands gemacht hat.
Seine auf youtube veröffentlichten Videos erreichen Höchstzahlen, das Feuilleton feiert seinen „intellektuellen Zynismus“, im Quatsch Comedy Club ist er regelmäßig ein gefeierter Gast.
Raffinierten Eigen-Kompositionen auf Kunstlied-Niveau und Texte, die unaufgefordert manchmal Tage später erst ihre spitzen Widerhaken in die scheinbar alltäglichsten Situationen schlagen um sie hoffnungslos ins Absurde rutschen zu lassen: es ist das Begreifen der Gegenwart als Abenteuer, das es dem Liedermacher ermöglicht, mit der kindsköpfigen Faszination eines kühnen Entdeckers unglaubliche Beobachtungen zu sammeln –und diese dem Publikum als unvergessliche Balladen zu präsentieren.
Ständig changierend zwischen absurden Betrachtungen und Betrachtungen des Absurden ist so mittlerweile ein beträchtlicher Liederzyklus entstanden, der gleichzeitig ein pointiertes Befindlichkeitsbild Deutschlands ist: Es gibt keine bessere Verbindung von schonungsloser Offenheit mit sublimem Blödsinn als die Beschreibung der Freundin als „Ausweg aus der Spaßgesellschaft“ („Dörte“) oder Brandenburgs als: „da stehen Nazis auf den Hügeln und finden keinen zum verprügeln“.
Verblüffend, kurios, wirr und vor allem treffend ist es, wenn Themen wie Wellness-Boom, Rauchverbot oder Mittdreißiger-Lakonie in den erhellenden und erheiternden Lichtkegel von Grebes Kunst geraten. Unnachahmlich sind die schreckensweit geöffneten Augen des Künstlers, die vor jeder scharf gewürzten Pointe kurz auf die Zuschauer-Reihen starren: die beängstigenden Abgründe hinter den Skurrilitäten des Alltags scheinen kurz erkennbar – bevor man sich selber als plötzlich betrachtet begreift.
So wie das Gesamtwerk des Künstlers ist auch die Kapelle der Versöhnung gewachsen und wird, wenn Grebe mit einem großen, abendfüllenden Programm im kommenden Herbst in den Admiralspalast lädt, den Künstler erstmals als Orchester der Versöhnung begleiten. Man darf gespannt sein!
Ute Werler
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