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Superstars remixed by Superstars"

R M X curated by Blank & Jones-Titels auf Basis des Mehrspuroriginals

Per Definintion ist ein Remix die Neuabmischung eines Titels auf Basis des Mehrspuroriginals. Die Wurzeln dazu liegen im Reggae wo Anfang der 70er Jahre das Dubbing eingeführt wurde. Dafür wurde die Gesangsspur meistens
komplett gelöscht und durch Hall- und Echoeffekte ergänzt.
In den späten 70er Jahren wurde in New York dann der Begriff Remix maßgeblich geprägt. Durch den Boom von Disco Musik und den dazugehörigen Clubs wie dem "Paradise Garage" wollten die DJs tanzbarere Versionen der
Hits haben.

Zum Teil griffen die bekanntesten DJs wie Larry Levan selber im Studio ein und schnitten sich eigene Versionen bzw. die Plattenfirmen fingen an, clubaffine Produzenten damit zu beauftragen spezielle "Dance Mixe" zu erstellen.
In seinem Ursprung wurden dafür die existierenden Aufnahmen einfach verlängert bzw. anders geschnitten.

Mit dem zunehmenden Erfolg dieser Remixe und dem Voranschreiten der Technik wurden auch nachträglich noch Elemente einem Song hinzugefügt damit er tanzbarer wurde. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf Bass und Rhythmusspuren.

Eins der ersten Remix-Alben im elektronischen Bereich kam dann jedoch aus England. 1982 veröffentlichte der
Produzent Martin Rushnett mit "Love & Dancing" Club Versionen des von ihm betreuten Human League Hit-Albums "Dare".
Das englische Duo Pet Shop Boys brachte dann 1984 mit "Disco" das bis dato kommerziell erfolgreichste RemixAlbum auf den Markt.

Hieran war ebenfalls besonders das sie bzw. ihr Produzent die Bänder zum grössten Teil nicht selber remixten sondern New Yorker Teams wie Shep Pettibone mit der Neubearbeitung beauftragten. Dieses Album hat alle nachfolgenden Produzentengenerationen wie uns, aber auch Stuart Price alias Jacques Lu Cont (wie er selber mal in einem Interview sagte) maßgeblich geprägt. Bis heute kann man die Pet Shop Boys wohl als visionäre
Protagonisten dieses Genres bezeichnen, die immer ein Händchen für die Auswahl der richtigen Remixer hatten.


Natürlich steht ihnen Madonna ebenfalls in nichts nach; die allein durch ihre frühere Liason mit dem berühmten New Yorker Produzenten und Remixer Jellybean schon früh den Nutzen guter Remixe für sich entdeckte.
Das Konzept dieser Platte ist ein weiterer Aspekt der Remix Kultur und stellt die Arbeit zwischen den Superstars in Form eines Remixes in den Vordergrund.

Denn wo man früher eventuell über Duette oder eine gemeinsame Jam
Session nachdachte, konnte in Form eines Remixes auf einmal ebenfalls eine fruchtbare Zusammenarbeit zweier Stars entstehen. Die sogenannten "Two Rooms" Sessions erlauben dem Remixer auf Basis des Ausgangsmaterials sich
kreativ noch einmal komplett neu mit dem Song zu befassen.

So ist es beispielsweise wahnsinnig spannend wie sich Moby an die Interpretation des OMD Klassikers "Souvenir" herangewagt hat oder was Goldfrapp aus dem Depeche Mode Klassiker "Halo" gemacht haben.
Aber starten wir doch am Anfang des Tracklistings:


Eric Prydz fiel den Pet Shop Boys bereits vor seinem großen Durchbruch mit "Call On Me" auf und sie beauftragten den nahezu unbekannten Produzenten mit dem dem Remix ihres Hits "Miracles".

Da das Duo jedoch immer mehrereNeubearbeitungen in Auftrag gibt, werden in der Regel nicht alle Remixe kommerziell zugänglich gemacht. Eine kleine
Auswahl bleibt immer den DJ Promos vorbehalten. Genau das passiert auch dem Eric Prydz Remix, da er eben damals noch nicht so berühmt war. Wir halten diesen Remix jedoch für eine der besten Arbeiten des Schweden und haben alles in Bewegung gesetzt, um seine Version von "Miracles" auf dieser Sammlung nun erstmals auf CD bzw. digital zu veröffentlichen. Nicht nur ein Ohrenschmaus für alle Pet Shop Boys Fans!

Schlag auf Schlag geht es beim zweiten Song weiter: Robbie Williams gelang im Jahr 2008 eine der besten Veröffentlichungen seiner Karriere. Die großartige Vielfalt des "Rudebox" Albums verdankte er vor allem seiner Experimentierfreude mit Dance-Produzenten. Aber auch Mark Ronson, den Mann der zum Beispiel Amy Winehouse zu Weltruhm verhalf, konnte er für sein Album als Produzenten gewinnen.

Das dieser auch einen großartigen Remix zu Robbie's Song "Lovelight" erstellte, wissen die wenigsten. Er räumte den Song auf, befreite ihn von überflüssigen Vocal-Parts und großen Streicher-Passagen, um am Ende einen unverschämt groovenden Track zu zaubern der selbst den größten Tanzmuffel zur Tanzfläche zitiert. Natürlich fehlen hier auch nicht klassische Remixe bekannter DJs von großen Namen aus dem Popgeschäft.


Wenn Tiësto, der Mann der den DJ durch seine Perfomance bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in eine neue Liga katapultierte, sich den Goldfrapp Song "Rocket" vornimmt, oder der wohl zur Zeit erfolgreichste DJ Produzent David Guetta einen Culture Club Klassiker remixt, dann steht ganz klar die Tanzbarkeit im Vordergrund.

Aber es gibt auch diese Remixe, die einfach einen ganz neuen Song erschaffen ohne auf die Tanzfläche zu schielen.Nachdem beispielsweise Erlend Øye seine Stimme dem Røyksopp Song "Poor Leno" geliehen hatte, revanchierten
sich diese mit einem Remix für Erland's eigene Band Kings Of Convenience. Auch unser hier enthaltener Remix für Kim Wilde's Klassiker "Kids In America" ist ein klarer Konzeptmix den wir im Rahmen unserer so8os [so eighties] (www.soeighties.de) Reihe im Sound der 80er Jahre im Hier und Jetzt erstellt haben.
Die Pet Shop Boys ziehen sich durch diese Veröffentlichung wie ein roter Faden, denn im Laufe der Jahre wurden sie selber nicht nur als Produzenten sondern auch als Remixer für berühmte Künstler aktiv. Zuletzt beispielsweise für
die Killers oder Madonna, aber bereits in den 90er Jahren glänzten sie mit ihrem Remix für Blur's Hit "Boys & Girls".


Der dänische Musiker Anders Trentemøller wiederum wurde erst durch seine zahlreichen Club Mixe berühmt, bevor er sich mit dem Album "The Last Resort" von einer ganz anderen musikalische Seite zeigte. Für seine Neuinterpretation
von Moby's "Go" engagierte er sogar einen Live Drummer, um genau das Feeling für den Remix hinzubekommen das ihm vorschwebte.

Der klassische Remix wie wir ihn aus den 80er Jahren kennen wird heute zwar kaum noch angewendet, aber dafür sind einer Neuabmischung mit der heutigen Technik und der damit einhergehenden kreativen Freiheit keinerlei Grenzen mehr gesetzt und somit wird uns da in den nächsten Jahren noch viel Spannendes erwarten. Jetzt aber erstmal viel Spaß mit dieser von uns zusammengestellten Kollektion einmaliger Kollaborationen von Superstar zu Superstar.

Piet Blank & Jaspa Jones


RMX curated by Blank & Jones


01. Miracles (Eric Prydz Remix) - Pet Shop Boys 07:33
02. Lovelight (Mark Ronson Dub) - Robbie Williams 04:23
03. We Are The People (Shapeshifters Vocal Mix) - Empire Of The Sun 08:18
04. Souvenir (Moby Remix) - Orchestral Manoeuvres In The Dark 04:40
05. Rocket (Tiësto Remix) - Goldfrapp 06:53
06. Go (Trentemøller Remix) - Moby 06:46
07. Halo (Goldfrapp Remix) - Depeche Mode 04:24
08. Kids In America (Blank & Jones so8os Remix) - Kim Wilde 03:12
09. I Don't Know What I Can Save You From (Røyksopp Remix) - Kings Of Convenience 04:13
10. You And I (Deadmau5 Remix) - Medina 06:18
11. Waking Up In Vegas (Calvin Harris Remix Edit) - Katy Perry 03:44
12. Miss Me Blind (David Guetta & Joachim Garraud F*** Me I'm Famous Mix) - Culture Club 02:52
13. One Love (Calvin Harris Mix) - David Guetta feat. Estelle 05:59
14. Girls and Boys (Pet Shop Boys 12" Mix) - Blur 07:16
15. Wir Werden Sehen (Paul Kalkbrenner Remix) - 2raumwohnung 09:47
      Total Running Time 86:46

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