Die Mythosmaschine - gog magog wars
Was sind Mythen, wie entstehen Mythen? Was machen sie aus uns? Auf der Suche nach Antworten sehen sich die Spieler ihren Ängsten ausgesetzt und bemerken erst spät, dass die eigentliche Bedrohung direkt unter ihnen weilt...
In der Inszenierung wurden Texte von Schreber, Kafka, Baudrillard, Rückert, Koran und Bibel verarbeitet und spektakulär in Szene gesetzt. –
Die Menschen sitzen dichtgedrängt am Lagerfeuer und erzählen von den Mythen der Alten, von deren großen Reisen und den seltsamen Wesen denen sie begegneten. Und sie sprechen von Gog und Magog, den unheimlichen, blutrünstigen Wesen, die am Tag des Jüngsten Gerichts von Gott befreit und auf alles Lebendige losgelassen werden.
Diese Wesen halten die Menschen in Atem. Niemand weiß, wann sie freigelassen werden, nur dass sie freigelassen werden ist sicher. Und jeder hat Angst vor dem Krieg, der dann über die Menschheit hereinbricht. Sie rüsten sich zum Gegenschlag, verbarrikadieren sich und sprechen sich Mut zu. Doch bald müssen sie mit Erschrecken feststellen, dass Gog und Magog mitten unter ihnen weilen...
Gog und Magog sind die personifizierte Bedrohung des Lebens, des Landes, der Gesundheit und der Liebe. Sie wohnen mitten unter uns und man hält sie für die Pest, für Politiker, für Terroristen und die Jugendlichen aus der Sozialbausiedlung. Zuweilen verbirgt sich hinter ihnen sogar der beste Freund. Wir wollen in unserer Inszenierung diesen Bedrohungen nachgehen.
Wir werfen die Frage auf, woher die Ängste vor dem Irrationalen und Fremden, vor dem Einbruch des Bösen in das „sichere“ System unserer Alltagswelt kommen und wie die Menschen mit ihnen umgehen, sie versuchen zu bekämpfen und zu verdrängen.
Spiel: Sarah Arndtz, Katja Fischer und Falko Köpp
Regie:"Christian Hanisch" hat aktuell den „Sächsischen Amateurtheaterpreis 2010“ für seine Cammerspiele-Inszenierung „Darjeeling Express“ gewonnen. Bereits 2006 gewann er den Leipziger Bewegungskunstpreis als Preis der Leipziger Off-Szene mit seinem Stück „Dreck!“.
Bühnen- und Lichtdesign: Roozbeh Asmani
Dramaturgie: Ulrich Neustadt
Idee/Text: Christian Hanisch, Ulrich Neustadt
Premiere: Mittwoch, 10. Oktober 2010 | 19.30h | Halle D (Kulturfabrik Leipzig), Kochstr. 132, Leipzig
Weitere Aufführungen: 19., 20., 21.10. | 19.30h | Halle D (Kulturfabrik Leipzig), Kochstr. 132, Leipzig
Karten: 9,- € | 6,- € (ermäßigt)
Reservierungen: 0341/ 30 67 606
cammer@cammerspiele.de | Abendkasse
CAMMERSPIELE LEIPZIG
in der Kulturfrbrik Leipzig
Jan-Henning Koch
Künstlerischer Leitung/Öffentlichkeitsarbeiten
Kochstraße 132+++04277 Leipzig
E-Mail: koch@cammerspiele.de

