Daniel Glattauers hinreißender Liebesroman hat bekanntlich Suchtqualität. Rund 220 Seiten, die nur aus hin und her geschickten Nachrichten bestehen. Das Internet als Postillon d’Amour! Kann so etwas funktionieren? Es kann, und wie! Und zwar auch im Theater, für das der Autor selbst eine Fassung schrieb.
Ein falsch adressiertes E-Mail stiftet den Auftakt für eine „Net-Beziehung“, die allmählich außer Kontrolle gerät. Bei Leo Leike landen irrtümlich E-Mails einer ihm unbekannten Emmi Rothner. Aus Höflichkeit antwortet er ihr. Und weil sich Emmi von ihm verbal angezogen fühlt, schreibt sie zurück.
Nach anfänglichem Geplänkel entwickelt sich echte Kommunikation und in weiterer Folge eine immer intimere Freundschaft. Es beginnt zu knistern in der Leitung. Und Leos E-Mails sind gut gegen den Nordwind, der Emmi nicht schlafen lässt, wenn er bläst. Die Versuchung eines persönlichen Treffens steigt. Doch werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten?
Inszenierung: Christian Schütz
Bühne: Ulrike Müller
Kostüme: Tanja Kramberger
Regieassistenz: Jana Podlipna
Mit: Steffi Krautz, Franz Josef Strohmeier
Zum Autor
Daniel Glattauer, geboren 1960 und aufgewachsen in Wien, studierte Pädagogik und Kunstgeschichte. Ab 1985 arbeitete er zunächst als Redakteur bei der Tageszeitung Die Presse und wechselte dann zu Der Standard, um dort u. a. als Gerichtsreporter, Feuilletonist und Essayist zu arbeiten. Bekannt wurde der Autor für die unter dem Kürzel dag verfassten Kolumnen, die auch in Sammlungen in Buchform erschienen sind.
Großen Erfolg feierte Daniel Glattauer 2006 mit dem Roman Gut gegen Nordwind, der in die Longlist des Deutschen Buchpreises aufgenommen wurde und bereits in verschiedene Sprachen übersetzt worden ist und noch wird. 2009 erschien Alle sieben Wellen, der Fortsetzungsroman zu seinem Bestseller.
Zum Regisseur
Christian Schütz, geboren in Niedersachsen, studierte Germanistik, Psychologie sowie Kunst- und Designwissenschaft in Wuppertal. Nach einer Regieassistenz am Düsseldorfer Schauspielhaus ging er als Regieassistent ans Schauspielhaus Graz, wo er u. a. mehrere Folgen der Soaps Life of Graz und Global Housewives wie auch den österreichischen Blog-TXT-Theaterfestival-Beitrag von Jörg Albrecht, du kannst nicht immer Schimmern, mein Spatz! inszenierte. Zu sehen war Christian Schütz in Viktor Bodós Die Stunde da wir nicht voneinander wußten, wo er als Kameramann auf der Bühne stand.
Termine
Premiere: 27. September 2009, 20:30 Uhr
3., 15., 27. Oktober 2009, 20:30 Uhr
Veranstaltungsort
Schauspielhaus - Ebene 3
Hofgasse 11, 8010 Graz
Tel: +43 (316) 80 08
Fax: +43 (316) 80 08-3488

