Drei Physiker, zwei von ihnen behaupten, Albert Einstein und Sir Isaac Newton zu sein, der Dritte ist der geniale Physiker Möbius, geben sich als Geisteskranke aus. Möbius will so den Missbrauch seiner Entdeckungen verhindern. Als die Krankenschwestern ihre Identitäten entdecken, müssen diese sterben. Ein Mordkrimi wird zur Frage nach Verantwortung der Wissenschaft gegenüber der Menschheit.
Das Spannungsverhältnis WISSENSCHAFT UND MORAL steht angesichts eines notwendigen Umgangs mit der Umwelt (Klimakrise), mit Markt- und Sozialsystemen (Verteilungskrise) und mit Körper und Geist (Belastbarkeitskrise) vor großen Herausforderungen. Sowohl diese zukunftsweisenden und von Wissenschaften gestalteten Themenkomplexe als auch moralische Positionen des Zeitgeistes sind in Dürrenmatts "Die Physiker" als künstlerische Auseinandersetzung zu verhandeln.
Die moralische Haltung der Figur des PHYSIKERS (Möbius), seine Erfindung der Welt aus Angst vor Missbrauch zu verweigern, wird heute erweitert durch die Notwendigkeit einer "Erfindung für die ganze Welt" zur Umgestaltung einer zukunftsfähigen Energiegesellschaft.
Marie Bues studierte in Stuttgart Schauspiel bevor sie als Regieassistentin unter anderem bei Anna Viebrock und Christina Paulhofer am Theater Basel ins Regiefach wechselte. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen Jelineks "Bambiland", "Final Girl" nach drei Romanen von Matias Faldbakken oder "Emilia Galotti". Sie inszenierte auch am Theater Osnabrück oder am Bayrischen Staatsschauspiel.
Premiere: 15.05.010
Regie: Marie Bues
Bühne: Martin Käser
Kostüme: Floor Savelkoul
Mit: Jan Reinartz, Henrike Richters, Anne Düe, Dirk Böther, Thomas Hof, Florian Lenz, Agnes Giese
Aufführungen bis zum 10.6.2010
Kontakt
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Presse
Stefan Mönikes
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