"Ein Erfolgs-stück ist geboren" – so jubelte die Presse 2006 nach der Uraufführung von Yasmina Rezas Komödie DER GOTT DES GEMETZELS. Seither hat die scharfsinnige und spritzige Komödie einen wahren Siegeszug über die deutschsprachigen und europäischen Bühnen angetreten und in diesem Jahr auch den Broadway erobert. Seit ihrer Komödie "Kunst" führt Yasmina Reza die Statistiken der meistgespielten Werke an – doch in Frankreich ist sie nicht nur als Autorin bekannt, sondern hat eine beachtliche Karriere als Schauspielerin und Musikerin vorzuweisen. Yasmina Reza, 1959 in Paris geboren, entstammt einer weit verzweigten jüdischen Familie, ihr Vater war Iraner, die Mutter Ungarin und ihre Großeltern liegen "irgendwo in Amerika begraben".
"Ich glaube an den Gott des Gemetzels. Das ist der einzige Gott, der seit Anbeginn der Zeiten uneingeschränkt herrscht." Das sagt Michel, Vater eines Jungen, der sich mit einem Mitschüler geprügelt hat. Nun treffen sich die Elternpaare, um die Folgen dieser Rauferei zu diskutieren. Einer der Jungen hat seinem Mitschüler zwei Zähne ausgeschlagen, nun geht es um die vernünftige, zivilisierte und höfliche Regelung dieses Sachverhaltes. Doch harmloser Smalltalk und der Austausch von unverbindlichen Höflichkeiten gehen schnell über in Verbalattacken und Handgreiflichkeiten zwischen den Eltern, bis der Gott des Gemetzels endgültig die Oberhand gewinnt und der Nachmittag zu einer Zimmerschlacht degeneriert, die schonungslose Wahrheiten unter der so konsensbemühten und politisch korrekten Oberfläche hervorzerrt und den Auslöser der Situation, die Rangelei zwischen den Kindern, weit in den Schatten stellt.
Termine: Premiere 8.1.2010
Weitere: 13./14./19./24./29./31. Januar 2010
Theater Koblenz: www.theater-koblenz.de
Besetzung:
| Véronique Houillé Michel Houillé Annette Reille Alain Reille | Katja Thiele Olaf Schaeffer Tatjana Hölbing Gerold Ströher | |||
| Inszenierung Bühnenbild und Kostüme Dramaturgie | Andrea Udl Anja Hertkorn Juliane Wulfgramm | |||

