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Preiswürdig: Joseph Pulitzers Erben verschenken 45 Mio $ in bar und eine Kunstsammlung im Wert von 200 Mio $ an das Harvard Art Museum

Die meisten amerikanischen Kunstmuseen schauen aufgrund der aktuellen Finanzkrise mageren Zeiten entgegen. Nicht so das Harvard Art Museum. Dieses hat soeben die größte Schenkung seiner 100-jährigen Geschichte erhalten. Emily Rauh Pulitzer, deren verstorbener Ehemann ein Enkel des berühmten Zeitungsverlegers war, hat dem Museum ihrer Alma Mater nicht nur 45 Mio $ übergeben, sondern auch 31 Kunstwerke, deren Wert mit rund 200 Mio $ beziffert wird.

Picassos Bild einer Gitarre spielenden Harlekins aus dem Jahr 1981 ist ebenso dabei wie Miros Gemälde „Frau in der Nacht“ von 1953, Brancusis Bronze „schlafende Muse II“ von 1926, des Weiteren Skulpturen von Alberto Giacometti, Donald Judd, Claes Oldenburg, Roy Lichtenstein und Richard Serra. Pulitzers Geldgeschenk wir dem Um- und Neubau der Galerien an der Quincey Street Nr. 32 in Cambridge, Massachusetts zugutekommen, mit denen Renzo Piano beauftragt ist. Baubeginn soll 2009 sein.  

Der Pulitzer-Preis wurde von dem aus Ungarn stammenden Journalisten und Zeitungsverleger Joseph Pulitzer gestiftet und wird seit 1917 für hervorragende journalistische Leistungen in den USA verliehen. Jährlich gibt die Pulitzer-Journalisten-Schule an der New Yorker Columbia Universität die Preisträger bekannt, die von einer Jury aus US-amerikanischen Journalisten und Verlegern ausgewählt werden. Es werden Reportagen, Fotos, Bücher und Musikaufnahmen ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt jeweils ca. 10.000 US-Dollar. Mit seinen Auszeichnungen für Romane und Sachbücher ist er der wichtigste US-amerikanische Literaturpreis. Er ist bei Journalisten ebenso berühmt und begehrt wie der Nobelpreis bei Wissenschaftlern oder der Oscar in der Filmindustrie.

GFDK, 30. Oktober 2008

Siehe auch alles über den Pulitzerpreis und Historie: www.pulitzer.org