Für den Besuch der Kaiserin Maria Theresia scheute Fürst Nikolaus I. von Esterházy keine Mühen. Zwei Opern wurden gegeben, den Auftakt bildete die Opera buffa „L’infedeltà delusa“ mit einem anschließenden Maskenball im Schloss. Die Kaiserin war hingerissen von der Qualität des Musiktheaters am Hof der Esterházy. Kein Wunder, hatte der Fürst mit Joseph Haydn einen der berühmtesten Komponisten Europas in seinen Diensten.
Die Lage von Schloss Esterhazá abseits der großen Musikzentren verhinderte den großen Erfolg Haydns als Opernkomponisten. Dass er aber durchaus auf der Höhe der Zeit und mit allen Strömungen vertraut war, belegt sein quirliger Zweiakter „L’infedeltà delusa“.
Das Libretto der burlesken Oper entspringt der Phantasie des Florentiners Marco Coltellini, der auch Mozarts „La finta semplice“ verfasst hatte. Es ist durchgängig im Florentiner Dialekt geschrieben, denn die Oper, die keine ruhige Minute aufkommen lässt, handelt ausschließlich im Milieu der Bauern und Bäuerinnen. Haydn erweist sich dabei „als Meister musikalischen Humors, (und) als weitblickend disponierender Gestalter der verschiedenen musikalischen Charaktere“.
Burleske Oper in zwei Akten von Joseph Haydn (1773)
Libretto von Marco Coltellini
Aufführungen in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Andreas Spering Musikalische Leitung
Jakob Peters-Messer Regie
Markus Meyer Ausstattung
Vespina Gemma Bertagnolli
Sandrina Ruby Hughes
Nanni Christian Senn
Filippo Andreas Karasiak
Nencio Daniel Auchincloss
Orchester Kammerakademie Potsdam
Karten Haydn-Oper
Hans Otto Theater
Telefon 0331-98 118
kasse@hansottotheater.de
http://www.kammerakademie-potsdam.de/tickets.php
Einen festlichen Jahresausklang bietet Ihnen
die Kammerakademie Potsdam. Es erklingt
Beethovens 9. Sinfonie mit dem Schlusschor
aus Schillers Ode „An die Freude“.
Für den 30. Dezember gibt es noch Restkarten.
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